Danke für den Lacher, Zasta!

Es gibt Leute die verfügen über einen durchaus trockenen Humor.

Und manchmal kann aus einer Bemerkung ein kleines Match werden. Unerwartet. Und daher umso erquicklicher.
Ich bin froh, das Zasta sein Blog wieder beleben will. Und da ich bekanntlich seine Bilder mag, gefällt mir auch das er es mit Fashion Pics tun möchte.

Und ich bin ebenso froh, dass er ziemlich fleissig ist was Bildbeiträge für meine Flickr Gruppe „Pics’N’Tunes SL“ angeht. Dort postete er kürzlich ein Foto von seinem Werwolf Charakter. Ihr erinnert Euch? Der Wolf, in den mein Halbdämonen Char Minnie so unsterblich verliebt ist. Und mit dem sie, unserem momentanen RP zufolge, jetzt in Urlaub düst. Schließlich ist so ein Endkampf gegen einen Erzschurken-Dämonen eine anstrengende Sache, und das verlangt nach Erholung, Friede Freude und möglicherweise sogar Eierkuchen. Just in case.

Als ich des Pics ansichtig wurde, kommentierte ich es mit den Worten „Das sieht aber gar nicht nach Urlaub aus.“
Stimmt doch, oder?

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„Urban Wolf“ by Eats blue crayon

Als ich dann heute früh meine Flickr Gruppe administrierte, (was ich leider muss, da es mehr Leute gibt als man glaubt, welche offenbar zu verpeilt sind um den Gruppentitel dahingehend zu interpretieren, dass die Bilder Links zu einem entsprechenden Song enthalten sollen und vermutlich auch nicht gut im Gruppenregelnlesen sind), als ich also heute früh die Warteschleife der freizugebenden Pics in der Gruppe betrat, stieß ich auf die Bildantwort zu meinem Kommentar:

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„Wolf on vacation“ by Eats blue crayon

und zwar mit einem Hinweis in der Bildunterschrift „There were … complaints. Not vacation-y enough, they said.“, gepaart mit dem allseits bekannten Ohrwurm……

Oldie but Goldie. Jau.
Zasta echt, einen fröhlicheren Start in den Tag hätte ich nicht haben können. Feine Retourkutsche. Eins Plus! 🙂
Aber eine Frage bleibt ja dann doch noch offen…………Songtextzitat:

„My girlfriend’s run off with my car, And gone back to her ma and pa, Telling tales of drunkenness and cruelty.“ — ehm…..Minnie möchte wissen wie man ein Auto kurzschließt, und wo Du es geparkt hast! 😉

 

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….und dann dachte ich an MichaelaSchreibt….

Ha, ich glaube ich habe noch nie ein Blogpost jemandem gewidmet. Dieses Mal aber tue ich das.

Jaaaa ich widme dieses kleine Posting Michaela! Warum?
Weil sie Mangas und Anime liebt, weil sie Japan liebt, weil sie………..ach egal. Hauptsächlich weil sie eine meiner treuesten Follower und Blogleser ist.
(grins….naja okay viele hab ich ja auch nicht. Allerdings liegt das an mir selbst, ich promote mein Blog nicht und bin auch sparsam mit tags.)

Also Michaela, das war so:

Ich lief durch einen Hairshop in Second Life. Vor einer ganzen Weile schon. Und kaufte die Haare für meine relativ neue Erscheinungsform „Damian.“ Dabei sah ich dann, dass neben dem Hairshop auch noch ein Skinshop stand. Und aus Neugierde schlenderte ich da hinein. Das Label war mir vom Namen her zwar bekannt, aber ich hatte keine Vorstellung von den Produkten. Und dann sah ich IHN!

Er hieß Xiu und war ein Verkaufsbild für eine asiatische Skin. Und ich verliebte mich sozusagen in ihn. Mir wurde bewusst, dass ich zwar alle möglichen Avatare habe, aber unter den männlichen kein Asiate ist. Und dann dachte ich an Dich.

Nun war ich wie meist knapp bei Kasse, und man kauft keine mittelfeldpreisige skin auf die Gefahr hin das sie dann in Wirklichkeit doch nicht so schön ist weil der Hersteller auf dem Verkaufsbild wie wild ge-photoshopped hat. Also zog ich mir eine Demo.

Eine Demo ist die entsprechende Skin für lau. Sie hat nur überall das Wort „Demo“ aufgedruckt, sodass man nicht in Versuchung kommt damit ernsthaft herumlaufen zu wollen. Und seit ich die Demo probiert hatte, kämpfte ich einen harten Kampf mit mir. Ihr kennt das sicher alle…….man möchte was haben das weder zwingend notwendig noch im Budget ist, aber man hat sich hoffnungslos in dieses Etwas verguckt und es geht einem nicht mehr aus dem Kopf.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich wurde schwach. Und kaufte sie mir.

Darf ich vorstellen? Forwalu featuring Tanaka Satoshi ………für Michaela! 😀

A Cage Is A Cage Is A Cage....

 

When it started to rain stars they knew the end was near„Satoshi, loook! The stars started falling down on us!“, Aki yelled at the man with the staff. „Do something, please! I am frightened to death!“
Tanaka Satoshi shook his head so slightly – only someone watching him very attentively would have noticed.
„Satoshi, hurry! PLEASE!“
The sigh which was released by Tanaka Sensei sounded like the whispering sound of a parchment which is twisted around by the wind.“I am so sorry, Aki! The prophecies become real. My staff is powerless. We are facing our fate right now.“

(Das ist die Bildunterschrift die ich als kurze Anregung auf Flickr unter dieses Bild hängte. Daher auf Englisch.)

Tjaaa aber natürlich kann man Satoshi auch mal spasseshalber zum Satyr werden lassen.

My Realm Is Made Of Peace & Joy

Take My Hand And Follow Me

Und wenn man das ganze dann noch ein wenig auf „alte Wandmalerei“ trimmt, dann könnte es fast ein Fund eines Archäologen sein, der in Griechenland was ausgebuddelt hat und sich verzweifelt fragt was ein asiatischer Satyr in der hellenistischen Historie verloren hat. 🙂
Jedenfalls, liebe Michaela, habe ich nun einen Avatar der, wenn ich ihn anziehe, mich jedesmal kurz an Dich denken lassen wird. Und hey, wage Dich ja nicht, mir deshalb Honig ums Maul zu schmieren, sollte er Dir wider erwarten nicht wirklich gefallen. Denn Es ist nun mal wie mit allem…..Geschmackssache.
Soll heissen, ich stürze mich nicht aus dem Kellerfenster falls er nicht unbedingt Deinem Gusto entspricht!

Bilder Ausschuss (oder warum Knipsen in SL zuweilen tricky ist)

Zuerst – wichtig: DIESES BLOGPOST IST AB 18! Wer nichts sehen möchte wie es zwischen Avataren zur Sache geht, oder wem der Chef über die Schulter schaut, soll jetzt bitte aufhören zu lesen 🙂 Allen anderen viel Spass beim Spannen von virtuellem Sex!

Avatare bewegen sich in SL nicht von selbst. Und natürlich ist es keine VR im Sinne der neuen Experimente, welche die Entwickler von virtuellen Realitäten gerade am Erfinden sind: Ganzkörperanzüge mit RL User Stimulation. (wobei ich durchaus finde, das hat was! 😉 )

Nein ein Second Life Avatar wird entweder von einer AO gesteuert oder aber von den in einem Möbelstück vom Hersteller desselben eingebauten Animationen die man über ein Menü wählen kann.
Nun sind aber nicht alle Avatare gleich groß, gleich dick oder dürr. Wenn ein Avatar sehr kleine Brüste hat, kann die „Bruststreichelanimation“ für den männlichen Avatar ins Leere laufen. Seine Hände gleiten dann dort durch die Luft wo ein Standartbusen wäre. Und so weiter. Man kann diese Animationen anpassen. Aber nur bedingt.

Wenn ich Bilder knipse, fallen mir zuweilen bestimmte Fehler erst im Nachhinein auf. Beispielsweise das ein Finger im Leib des Gegenübers versinkt. Oder dass ein angewinkelter Ellenbogen in einem Kissen versackt. Diese Bilder sind für mich alten Perfektionisten dann kein Gegenstand für Bearbeitung und darauffolgendes Hochladen bei Flickr mehr.
Zudem knipse ich in Momenten wo mich die eigenen Avatare so richtig anmachen, und die Lust vom Zuschauen mit mir durchgeht, auch schonmal Pics die für Flickr selbst unter „restricted“ Einstellungen nach meinem Empfinden zu deftig wären.
Ausschuss Bilder bearbeite ich also nicht. Aber sie liegen auf meiner Festplatte herum, denn ich mag sie auch nicht löschen. Ich bin ein Bildersammler. Denn es steckt Arbeit und Herzblut in allen, auch in den Mißlungenen.

Daher habe ich beschlossen es Euch heute damit ein wenig heiss zu machen. Und ehm…….. okay ich gebe zu…….für wirklich wichtige Themen ist mein Kopf bei diesem schwülen Wetter auch nicht bereit! 🙂

Ani und Uldig 4_002
Hier stimmten zwar die Animationen, aber ich war am Ende nicht happy mit dem Licht.
Damian & Dee 7_001
Der Zeh von Dee steckt im Sofa. Bei Damian sieht man den Übergang vom Meshfuss zum Meshbein, ich hätte ein anderes Windlight wählen müssen um das zu neutralisieren.
Damian & Dee 10_001
Dee liegt generell zu tief, Fuss wieder im Sofa, ihre Achsel sinkt in seinen Oberschenkel. Sie etwas anzuheben hätte genügt ….
Damian & Dee 13_001
Ihre Finger versinken in seiner Brust. Und ich war zu nahe mit der Kamera, weshalb sein Kopf leicht verzogen wirkt.
Damian & Dee 19_001
Dee’s rechter Knöchel wird vom Kissen durchbrochen.
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Damian’s linkes Bein versinkt im Sofa.
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Hier wird ihr Arm vom Kissen gefressen.

Aber genug von Damian und Dee in meinem römisch anmutenden Ambiente……
Kommen wir zu Hos und Vea: Wer findet die Fehler? 😉

Hos & Vea 19_001

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Hos & Vea 29_001

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Hier gibt es keinen Fehler im eigentlichen Sinne, aber die Pespektive ist dämlich gewählt. Und ich vergass, Hos einen „ankle lock“ zu verpassen, weshalb sein Fuß aussieht als wäre er leicht gebrochen.
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Veasel’s Haare kollidieren mit der Bettdecke. 
Hos & Vea 48_001
Das sieht man hier noch deutlicher als auf dem Bild darüber.

Na, ist es schon jemandem warm geworden? Nein…….? Na dann weiter im Text, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

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Auch bei Dralline und Mel……..die Verschmelzung ist ein wenig zu intensiv! Besonders an seinem rechten Oberarm der sich in ihre Wade fräst…..

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Und zuguterletzt noch ein herrliches Beispiel dafür, dass mangelnde Schwerkraft dämlich aussehen kann…….auf dem letzten Bild (mal abgesehen davon dass diese Pose mir auch einen Tacken zu akrobatisch ist………) müssten ihre Haare auf dem Bett sein anstatt am Rücken zu kleben und die ziemlich drallen Titten wären deutlich Richtung Hals verschoben, denn die würden im RL ganz schön was wiegen. 😉

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Second Life und Vorurteile. Oder: Das Kreuz mit SL

Seit ich in SL bin fällt mir eines immer wieder auf: Man spricht lieber nicht öffentlich darüber. Denn die weitaus meisten Zeitgenossen hören „Second Life“ und winken sofort mit leicht angewidertem Gesicht ab. Günstigstenfalls bekommt man zur Antwort „Ich brauche kein zweites Leben, ich hab‘ bereits eins!“
Dabei haben sie doch keine Vorstellung, um was es bei SL überhaupt geht und wie unterschiedlich es genutzt werden kann! Das ist wie wenn jemand ein Essen nicht mal geschnuppert oder gesehen hat – nur den Namen des Gerichts hört und dann die Nase rümpft.

living in deserts of concrete, steel and glass

Der wichtigste und vermutlich maßgebliche Grund für diese Reaktionen dürfte in der Tatsache liegen, dass es nichts Vergleichbares gibt.
Dinge für die man keine Schablone hat, steckt man in irgend eine dieser unzähligen Hinterkopfschubladen die man so hat. Denn Dinge, auch die die man nicht kennt, möchten eingeordnet werden.
Das mag dann bei A die Schublade „Computerspiel“ sein. Sein Argument wäre „Ach hör mir auf mit dem Mist, immer diese Hypes…World of Warcraft hab ich nur zwei Tage getestet und dann war ich bedient. Computerspiele sind nix für mich!“
Hallo? Das ist eindeutig Äpfel und Birnen. Aber gut – Unbekanntes möchte eingeordnet sein.
Nein, Second Life ist KEIN SPIEL. Auch wenn man darin durchaus spielen kann. Und zwar auf sehr unterschiedliche Art und Weise.

Bei B öffnet sich die Schublade Sex. „Damals als die ganze Presse drüber berichtete wurde ja schon schnell klar um was es geht – Ficken! Und sogar Kinderpornographie soll dort stattgefunden haben.“
Wieso bei vielen Menschen gerade das Schmuddelimage das einzige ist, was von der Berichterstattung hängen blieb ist mir schleierhaft. Ja, es gibt Sex in SL. Und ja es gibt auch dort (ebenso wie in der realen Welt) schwarze Schafe. Die Dinge tun die ein absolutes NoGo sind. Aber verurteilt man auch Motorradfahrer generell, bloss weil einige wenige davon sich im Straßenverkehr gefährdend verhalten oder „Hells Angels“ sind? Verurteilt man ein Einkaufszentrum weil es unter den dreißig Läden darin einen Beate Uhse Shop gibt?

Night Peace

Bei C ist zwar kein Vorurteil im moralischen Sinne vorhanden – aber das einzige was er erinnert sind die Bilder aus den Anfängen von SL. Als die Avatare noch hölzern liefen, die Grafik nach heutigen Standards gemessen unter aller Sau war, und als die Bedienung voller Tücken schien. Da wollte man sich auf einen Stuhl setzen und saß stattdessen aus völlig unerfindlichen Gründen – wie peinlich – dem Gegenüber auf dem Kopf.
Und die Avatare selbst waren …….. ziemlich unbeschreiblich. Jedenfalls nicht wirklich halbwegs realistisch. Aber hey Leute – das ist über vierzehn Jahre her!
Genau deshalb taugt es nicht um in der Gegenwart abzuwinken.

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Quelle: http://wiki.secondlife.com/wiki/History_of_Second_Life

Kommen wir zu D! Bei D ist es die Angst zuviel Gefallen zu finden, die ihn abwinken lässt. „Ich kenn‘ mich! Wenn ich mit sowas anfange kann ich nicht mehr aufhören. Ich bin froh das ich mir inzwischen abgewöhnen konnte alle Viertelstunde auf mein Handy zu starren!“
Okay. Akzeptiert! Gültige Schublade.

Kommen wir zu E – der erinnert lediglich das es mal hiess man könne in SL richtiges, hartes Geld verdienen. Und das eine Menge namhafter Global Player damals Land in SL erstanden um einen virtuellen Firmensitz zu etablieren.
„Sie alle waren dann ja ganz schnell wieder weg vom Fenster……..sei es Addidas, Mercedes Benz oder sonst einer der unzähligen Großkonzerne. Und ach ja, klaaaar! Anshe Chung! Dieeeee hat ja dann fast ganz Secondlife aufgekauft (serverplatz-landtechnisch) und sich durch Vermietungen eine goldene Nase verdient. Ja klar, konnte man doch überall lesen.“
Hm. Konnte man? Nun gut, angenommen es war so; was sagt das über die Frage aus ob du hier und heute in SL Spass haben könntest?

Und F? Der hat einen Mangel an Phantasie. Er kann sich einfach nicht vorstellen, dass sich jemand mit seinem Avatar so weit identifizieren könnte, um das was er in einer virtuellen Welt erlebt als real zu betrachten. Zumindest auf der Emotionalebene.
Immersion ist ihm ein Fremdwort, und häufig argumentiert er mit Sätzen wie „Ich mag schon im richtigen Leben keine sogenannten Rollenspiele! Nichtmal als Kind war ich wild auf „Cowboy, Indianer, Prinzessin und Co“!“
Wenn man ihm dann erklärt „Aber man identifiziert sich irgendwann so weit mit dem Avatar das ein Flug mit einem virtuellen Gleitschirm einem unglaublich real vorkommt!“ dann wird er vermutlich nie wieder vor der Tür stehen. Weil er dich als absoluten Spinner und Sonderling abgetan hat und dich zukünftig lieber meidet.
Erwähnte ich schon, dass er auch bei der Lektüre eines Buches niemand ist der sich mit dem Protagonisten (oder Antagonisten) identifizieren kann, und daher die meisten Bücher grottenlangweilig findet? Im Kino wird man F auch niemals antreffen. 🙂

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Fakt ist und bleibt jedoch:
Wie unterschiedlich die Hintergründe für diese Ablehnung auch sein mögen – wenn man versucht mit einem Außenstehenden über SL zu sprechen wird man in neun von zehn Fällen scheitern. Mit viel Glück wird man nicht zum Spinner erklärt.

Das ist nicht nur meine eigene Beobachtung, sondern auch wenn ich mit Freunden aus SL darüber spreche stelle ich fest: Sie haben alle die gleiche Erfahrung gemacht.
Hin und wieder kommt es vor das man jemandem begegnet, der aufgeschlossen reagiert. „Ach ja, Second Life. Da war doch mal was………wow das gibt’s noch?“ Und dann Fragen stellt. Geneigt ist sich Bilder anzuschauen. Oder einem günstigstenfalls sogar Löcher in den Bauch fragt. Wie gesagt. Einer von zehn.

Second Life ist nicht beschreibbar! Es ist lediglich erfahrbar.
Das ist jedenfalls meine ständige Rede und die Erklärung für die Crux von det Janze.

Warum es nicht beschreibbar ist?
Nun weil es zu komplex ist. Und weil jeder Mensch der sich darin wohl fühlt, das aus einem anderen Grunde tut.
Der eine sucht soziale, virtuelle Kontakte, möchte chatten, Party machen, mit anderen abhängen. Ein anderer findet Spass daran sich selbst völlig neu zu erfinden. Vielleicht endlich mal schön und attraktiv und jung zu sein.
Ein Dritter sammelt alle möglichen Autos und Fahrzeuge, weil er im RL schrecklich gern ein Auto Museum aufmachen würde aber dafür natürlich weder Zeit noch Schotter hat.
Ein vierter möchte es genießen seine sexuellen Fetische auszuleben und dabei den Schutz der Anonymität gewahrt wissen, was im richtigen Leben kaum ginge.
Dann die unzähligen Sänger und Songwriter die in SL life performen und endlich ein Publikum finden welches sie aus unterschiedlichsten Gründen im richtigen Leben nie erreichen konnten…….
Die User die sich um die Kultur im weitesten Sinne in SL kümmen – sei es durch Kunst Installationen, sei es durch Autorenlesungen, sei es durch das Drehen von Machinima.

Last not least die vielen Rollenspieler die es extrem unterhaltsam finden einmal „Schauspieler“ zu sein und spontan Theater zu spielen. Denn nichts anderes ist Rollenspiel in Second Life: Man denkt sich einen Charakter aus und schlüpft hinein, trifft in einem abgesprochenen, fiktiven Welt- und Gesellschaftsrahmen (sei es nun Mittelalter, Steampunk oder Sci-Fi) andere Charaktere und stellt mit ihnen spontan eine Handlung her.
Und natürlich sollte ich auch nicht die unzähligen Content Ersteller vergessen. Denn Second Life wurde ja niemals von Linden Lab als fertige Welt angeboten. Alles, was darin existiert, wurden von Usern selbst hergestellt. Das fängt bei den Haaren an die ein Avatar trägt, geht über Augen und Unterwäsche, über Schuhe und sogar die Farbe seiner Haut bis hin zu dem Auto welches er fährt, der Yacht die er besitzt, das Bett in dem er schläft und  dem Haus in dem er wohnt.
Jeder Grashalm, jede Blume, jeder Baum, jeder Vogel und jeder herumfliegende Stein………alles von Leuten wie Dir und mir erschaffen.

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Und dann die Menschen die im RL unter unglaublichen Einschränkungen leiden, die sie in Second Life mal für ein paar Stunden vergessen können.
Die Frau mit Multipler Sklerose, die so gern tanzte als sie noch gesund war und nun endlich wieder das Tanzbein schwingen kann.
Der Mann der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist und seinen Computer mit dem Mund-Joystick bedient.
Die fast achtzigjährige Britin, die nach dem Tod ihres Gatten in ein tiefes Loch fiel…….die nicht wusste womit sie sein Fehlen würde ausfüllen können. Bis eines Tages ihr Enkel Ferien und somit viel Zeit hatte, bei ihr erschien, ihr beibrachte wie man einen Computer bedient, ihr Second Life aufspielte und sie in den ersten Tagen beim Erstellen ihres Avatars begleitete.
Heute ist sie zuständig für Tanzanimationen in einem amerikanischen Country Club. Und fühlt sich wieder jung und schön. (Erwähnte ich schon, das das Innere eines Menschen ab einem bestimmten Punkt, -meist liegt er zwischen dreißig und vierzig Jahren-, nicht mehr weiter altert? Es ist nur der Körper der das Alter dann zeigt…..innerlich sind die weitaus meisten Senioren nicht faltig und bewegungseingeschränkt!)

😀

Wie dem sei – das Kreuz mit SL ist die Tatsache, dass es viel zu groß ist um es zu beschreiben, viel zu komplex um es in drei Sätze zu fassen und viel vielseitiger als man sich je vorstellen könnte wenn man es nicht erlebt hat!
Auch wenn ich das weiss und verstehe – es tut jedesmal wieder aufs Neue weh wenn ein netter Mensch hört, dass man durch SL tourt und sich dann an die Stirn tippt. Abwinkt. Und einen in eine Kiste schiebt.
Liebe NICHT SL USER, lasst das doch zukünftig bitte bleiben. Weil…………Ihr habt ja keinen blassen Schimmer! 😉

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Sansar – erste Eindrücke und Überraschungen

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Nun ist es also so weit, Sansar hat die Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet. Zwar noch als Beta, aber ja, jeder darf hinein.
Bevor ich mir einen Account anlegte, besuchte ich erst mal Maddy’s Blog, denn er war bereits dort und hat sich umgesehen. Hier seine ersten Impressionen.

Da ich weder über einen besonders guten Rechner noch über eine VR Brille verfüge, war klar das ich Sansar nur im Desktop Mode erforschen können würde. Und sicherheitshalber schaute ich mir zuerst einmal die Systemanforderungen an. Mein Rechner liegt klar über den Mindestanforderungen für Desktop Mode, aber auch deutlich unter den Höchstanforderungen. Relativ beruhigt begann ich also mit dem Erstellen eines Accounts.
Was mich, wen wundert es, gleich das erste Mal aus der Bahn warf.
Als Sansar vor langer Zeit ins Gespräch kam, und Linden Lab die ersten Informationen veröffentlichte, da hieß es man könne seinen SL Namen mitnehmen.
Der Plan war, meinen Sansar Account so zu taufen wie meinen Second Life Main Avatar.

Nix da!
Sansar erklärte mir, der Name sei „not available“ und beim zweiten Versuch bei dem ich ein Leerzeichen einfügte, wurde mir vermeldet dass der Name „invalid“ sei. (und nein ich hatte weder Großschreibung versehentlich aktiviert noch hatte ich irgendwelche Tippfehler drin.)
Also umdenken. Nun habe ich ihn Forwalu getauft, schließlich heisse ich ja hier und auf Flickr auch so. Auch wenn ich keinen SL Avatar dieses Namens habe.

Maddy muss offensichtlich beim Erstellen seines Accounts einen anderen Weg gegangen sein als ich, denn er erzählt, dass irgendwo auf seinem Weg der Installationsprozess für den Viewer automatisch startete. Nicht so bei mir. Also suchte ich die Download Seite und lud ihn manuell herunter.
Wie bei SL bekommt man als erstes diverse Avatare gezeigt von denen man sich einen wählen und ihn hernach modifizieren kann. Es gibt schon eine Auswahl von Haarfarben für jede der Frisuren, man kann das Gesicht mit Hilfe von Schiebreglern relativ individuell gestalten und es gibt auch eine kleine Auswahl an Noob Kleidung. Allerdings kann man den Körperbau des gewählten Avatars noch nicht modifizieren. Für mich ein erstes deutliches Minus. (Da Forwalu selbstverständlich, so weit kennt Ihr mich, auf Androgynität angewiesen ist.)

Bei den Frisuren, das überraschte mich, bekommt man sogar ein RGB Farbfeld angeboten um eine ganz individuelle Haarfarbe zu kreieren, sofern einem die vorgegebenen Auswahlfarben nicht behagen.
Die Augenfarbe allerdings lässt sich nicht ändern, und für Hautfarben gibt es nur die vorgegebene Auswahl.
Mein zweiter Gedanke während ich an meinem Avatar bastelte war: Ich bin froh das ich mmorpg Erfahrung habe. Denn es gibt nirgends auch nur das kleinste Tutorial. Nicht einmal wie man seinen Avatar beim Bearbeiten drehen oder an ihn heran / von ihm weg zoomen kann. Aber wie bei den meisten Computerspielen funktionierte das mit linke Maustaste gedrückt halten und schlicht über den Bildschirm ziehen.

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Schließlich war er fertig. Und ich schaute mich auf dem „Atlas“ um und überlegte, wohin ich als erstes wollte

Die Seite auf der sich die Auswahl des Reiseziels, also der verschiedenen „Experiences“ befindet, nennt sich „Atlas“, so als wähle man von einer Landkarte ein Reiseziel. Dort gibt es zu jeder Experience ein Foto und man sieht auch wer sie erstellt hat. Ich wählte als Premierenort den „Zen Garden“ von Linden Lab. Was sich als Fehler erwies.
Denn er war so brechend voll mit Avataren, dass meine Grafikkarte umgehend an ihre Grenzen stieß. Ich fand nirgends eine Anzeige für meine FPS, aber mehr als vier oder fünf können es nicht gewesen sein, so wie das Bild ruckelte.

Neben mir, auf mir, hinter mir landeten permanent neue Avatare. Kein Hinweis darauf wie man sich bewegt, wie man die Kamera führt, wie man den chat öffnet. 😦

Also versuchte ich es mit WASD, weil das ja in fast allen „Spielen“ Standard ist und siehe da, ich lief. Da aber alles so arg ruckelte, lief ich recht zäh. Und das Sichtfeld veränderte sich nicht wenn ich die Laufrichtung änderte. Soll heissen: Zu Beginn stand die Kamera hinter meinem Avatar, ich sah mich also in der „Third Person“. Lief ich geradeaus, blieb das so. Wandte ich mich aber nach links, sah ich meinen Avatar aus dem Profil und hatte keinen Dunst wohin ich eigentlich lief. Noch dazu die schlechte Performance – ich fragte mich ernsthaft, wie ein Mensch dessen Rechner „nur die Mindestanforderungen“ erfüllt, hier klar kommen soll.

Da mir bewusst war, dass das Laden von Avataren (bzw. einer Fülle von Texturen) zumindest in Second Life den meisten „client side lag“ verursacht, beschloss ich woanders hin zu teleportieren. Im Atlas entdeckte ich eine Experience mit viel Wald von Maxwell Graf mit dem Namen „Rune“. Hoffend das dort weniger los sei, klickte ich „visit“ und wartete.
Es dauert, bis eine Experience geladen ist. Sicher, bei besseren Rechnern wird es schneller gehen, bei schlechteren noch länger – bei mir dauerte es knapp eine Minute.

Dann stand ich auf einem antiken Segelschiff. Und kam mir vor wie in Second Life auf einer Rollenspiel Sim, da diese häufig als Landepunkt ein solches Schiff haben. 🙂

Immer noch fiel mir das Navigieren meines Avatars und der Kamera schwer. Ich muss natürlich auch erwähnen, dass ich noch nie ein Freund von keyboard shortcuts war und eigentlich nur dann glücklich bin, wenn ich alles mit der Maus bedienen kann. In Second Life ist das zwar nicht gängige Praxis, aber dort navigiere ich die Kamera über die „Camera controls“ für die es dieses kleine Bedienfeld gibt.

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Ergo benutze ich schon immer Second Life ohne jeglichen Einsatz der Tastatur. Viele User machen das anders, aber ich hatte es mir in meiner Anfangszeit so angewöhnt, und bekanntlich ist nichts lästiger als die „Comfort Zone“ zu verlassen. Doch ein solches Tool sucht man in Sansar vergebens. Relativ ratlos beschloss ich, erst einmal nachzuschlagen wie man denn in Sansar navigiert. Dafür gibt es unter ‚Help‘ eine Seite. Dort hat man die Wahl zwischen

  1. Keyboard Shortcuts
  2. Game Controller Buttons
  3. VR Controls

Also schaute ich mir die Keyboard shortcuts an und verbuchte den zweiten Minuspunkt für meinen Geschmack. Will man mit der Kamera wandern, muss man den RECHTEN Mousebutton gedrückt halten und über den Bildschirm draggen. Links hätte ich mir ja gefallen lassen, aber rechts gedrückt halten empfinde ich rein physiologisch als sehr ermüdend. Ich las mich weiter durch die Kontrollen, probierte sie aus und hatte dann schlussendlich halbwegs einen Plan wie ich mich durch Sansar navigieren kann. Hier die Help Seite für die Controls.

Ein Pluspunkt ist das man über die F Tasten die Kamera vom Avatar lösen kann.
Nun wackelte ich also neugierig von dem Schiff hinab und lief ein wenig durch den Wald der Experience „Rune“, daher sind auch die beiden Bilder oben.
Positiv empfand ich die Texturen, die Maxwell Graf für seine Welt gewählt hat, Licht und Schatten im Wald gefielen mir auch sehr. Weniger toll ist der Umstand das Wasser in Sansar offenbar noch rein statisch ist. Keine Reflektionen, keine Bewegung. Aber irgendwo las ich einmal das sich das im Laufe der Zeit noch ändern soll.

Auf Rune war der Lag weg, ich hatte genügend FPS um Sansar flüssig zu erleben. Dennoch stellte ich fest, dass meine Grafik Karte mehr als gestresst war. Da ich auf die Schnelle nicht herausfand wie man Screenshots macht, und diese laut Maddy auch ausschließlich im .png Format gespeichert werden, nahm ich den Umweg über Gyazo. Doch was ansonsten nie ein Problem ist – neben Sansar her den Browser zu öffnen und einen Screenshot aus Gyazo auf meinem Rechner zu speichern, erwies sich als Geduldsprobe. Das Ganze lief derart langsam ab, dass völlig klar war: Meine Graka hat mit Sansar alleine locker mehr als genug zu arbeiten…… (wie gesagt, ich liege im Mittelfeld zwischen Mindest- und Maximalanforderungen. Ich möchte ehrlich nicht wissen wie das für jemanden ist, der eine noch bescheidenere Graka und nur die Hälfte meines RAM hat, was laut Mindestanforderungen hinhauen soll. I have my doubts!)

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Toll fand ich auch die Naturgeräusche in dem Wald auf Rune.
Eine Weile wanderte ich staunend da herum, von einem „echten“ Wald unterscheidet sich Rune eigentlich nur in dem Umstand, dass unterwegs auf den Felsen immer wieder kleine, pyramidenförmige Lampen stehen, die meist ein rotes oder orangefarbenes Licht verströmen.
Auf dem nächsten Bild könnt Ihr sehen, was das Standard Interface an Bedienelementen für die „desktop only“ Version von Sansar bereitstellt. Von oben nach unten:

  1. Avatar Aussehen,
  2. Atlas,
  3. meine Experiences (sofern man eine der drei kostenlosen die einem zustehen erstellt hat. Falls nicht, führt einen das Klicken des Buttons zum Erstellungsmenü.),
  4. Chat,
  5. VR (in meinem Fall ist es natürlich ausgegraut mit dem Hinweis „not available“)
  6. Mikrophon
  7. mehr Optionen (als da wären ‚help and reporting‘, ’screenshot‘, ‚leave experience‘ und ‚exit Sansar‘.

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Damit war nun auch geklärt, wo der „Screenshot Knopf“ sitzt. Aber den Umweg über Gyazo nehme ich gerne in Kauf. Die Bedienelemente des Interface sind so schön weit rechts, dass man sie locker aussparen kann ohne zuviel vom Bild einzubüßen, und ich kann die Screens 1. gleich da speichern wo ICH sie haben möchte, und 2. gleich als .jpg, was mir hier im Blog deutlich weniger Serverplatz klaut.

Die Fläche einer Experience ist schon beeindruckend. Auch wenn man ja, sofern man interessiert den Veröffentlichungen über Sansar folgte, weiss das sie deutlich größer sind als eine Sim in Second Life. Ausgesprochen gut gefiel mir der Himmel über Rune, auch die umgebenden, schneebedeckten Berge beeindruckten mich.

Drückt man den Chat Button, sieht das so aus:
(Die Experience für dieses Foto nennt sich passenderweise „God Rays (W.I.P.)“

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Also ganz ähnlich wie in SL, der Chat.

Ich muss wohl ein ziemlicher Moserheinz sein. Was mir zum Beispiel überhaupt nicht zusagt ist die Tatsache, dass man mit dem Knopf fürs Mikro selbiges zwar muten kann, sodass einen niemand hört. Aber man kann es nicht grundsätzlich ausschalten. Meins ist jedenfalls zu jeder Zeit in Betrieb, was meinem eh schon nicht sehr starken Rechner unnötigerweise Arbeitsspeicher klaut. Jedenfalls sah ich keinen Weg, das Mikro komplett auszuschalten, eben nur stummschalten.

Auch wenn eine Experience, so wie God Rays, Musik hat………..keine Ahnung wie man und ob man die ausschalten kann. Aber das werde ich auf meinen nächsten Exkursionen sicher noch herausfinden, und sich mal durch die Hilfe lesen wird sicher auch nicht schaden.

Ob und wenn ja wie der Avatar springen oder rennen kann – keine Ahnung. Schön wäre es! Warum?
Nun als ich so auf Rune herumwanderte und den Waldwegen folgte, stand ich unvermittelt vor einer rot beleuchteten Höhle. Und als ich neugierig hineinlatschte wurde ich von der Rune Exp. zu einer anderen Exp. von Maxwell Graf gebeamt: Ant Farm. So sieht übrigens ein TP Bildschirm aus derweil man wechselt:

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Antfarm (also Ameisenfarm auf Deutsch), ist eine Höhle. Eine große, beeindruckende Höhle mit tropischer Vegetation und einem See in der Mitte. Aber es gibt kaum feste Wege, sodass man klettern oder sich fallen lassen muss. Klettern funktioniert nur bis zu einem bestimmten Grad an Steigung. Bei allem was steiler ist, bleibt der Avatar stehen und tritt auf der Stelle. Hier wäre dann also die „Springen“ Funktion gefragt. Von der ich nicht herausfand ob sie existiert. Aber ich war auch etwas unter Zeitdruck.

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Nun stand ich also in dieser Höhle mit ihren Wasserfällen und verschiedenen Landschaftsebenen. Zu gern hätte ich sie erkundet aber ohne zu wissen wie man springt oder klettert, war das schier unmöglich. Irgendwann fiel ich in den See in der Mitte und fand nicht mehr hinaus, woraufhin ich mich entschied eine andere Experience, die letzte für heute, zu besuchen. Und weil ich ja bereits so viel Natur erkundet hatte, beamte ich mich zu „The Mages Study“, einem Studierzimmer für Zauberer 🙂

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Und ich gestehe, dass ich dieses kleine Zimmer entzückend fand. Klar, da spricht Jamie aus mir 🙂

Rein technisch betrachtet, um einen Vergleich zu benutzen den Second Life User verstehen dürften, ist das Zimmer in einer Skysphere, also einer Kugel in der Luft über dem absolut unbebauten Boden der Experience untergebracht.

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Meine Neugierde war noch nicht befriedigt, aber es wurde Zeit auszuloggen. Nicht nur wegen meines RL, sondern auch weil ich hören konnte wie meine Graka sich knackend ausdehnte. Offenbar war sie heisser als Nachbars Lumpi.

Layout die Zweite. Und neue Bilder

Indie Teepee - dare to dream

Nachdem keine Kommentare kamen, gehe ich davon aus das es niemand wirklich fein fand 😉
Also teste ich nun mal dieses hier……….

Was mir daran gut gefällt ist die große Schrift (jaja ich finde Lesen am Rechner anstrengend. Und meine Augen werden ja nu auch nicht jünger.), und die Tatsache, dass sich die Bilder größer Darstellen als in meinem altgewohnten Layout.

Hier sind ein paar meiner Neuesten Pics ……..einfach so. Aus Lust am Herzeigen.

feeling blue

Starchild 2.jpg

The Old Barber Shop

Waiting For The Barber

you can leave your hat on

 

….und dann war das Layout weg!

Hmpf.
Hmpf, hmpf!

Manchmal spielt man aus Spass an der Freude mit der Technik und dann passiert es: Das Unerwartete.
hmpf!

Es gibt inzwischen ja so viele schöne Layouts for free bei WordPress, dass ich von Zeit zu Zeit einfach gern mal nachschaue was besser sein könnte als das Althergebrachte. Denn wir wissen ja:

„Das Bessere ist es Guten Feind.“

Tja. Und dann verklickt man sich. Und wupps sieht das Blog auf einmal genau so aus, wie man es never ever wollte!
Also begab ich mich gezwungenerweise auf die Suche nach einem neuen Layout, denn den Namen vom Bisherigen kann ich nicht erinnern, und wo das Kind doch schon eh in den Brunnen gefallen war….. da dachte ich „Kolumnen!“ Yaaay.

Und nun hätte ich gern Euer Feedback dazu.
Bekanntlich ist das Geschmackssache, und daher auch nix worüber sich streiten ließe – aber ich wüsste gerne Dinge wie:

  • Findet Ihr es übersichtlich oder eher verwirrend?
  • Ist es einfach, einen Beitrag zu finden, den Ihr nochmal anschauen möchtet?
  • Kommt es Euch umständlich vor, die Kommentare zu finden?
  • Navigiert es sich generell für Euch easy?

SL Machinima mal anders….

Normalerweise bin ich kein Fan von Second Life Machinimas.

Warum?
Weil das was man auf Youtube findet meist schlicht platt und nichtssagend ist. Es gibt eine Unmenge an „wir trollen durch SL“ Vids.
Eine weitere Unmenge an „ich kann zwar nicht filmen weil ich keine flycam habe, aber ich nehme meinen Avatar beim Tanzen auf“ Vids.
Nicht zu vergessen die Unmenge an „how to copybot mit illegalen Viewern und andere Beispiele inakzeptablen Verhaltens“ Vids.

Klar, es gibt auch die wirklich guten Dokumentarvideos, wie die unzähligen Filme von Draxtor Depres oder Strawberry Singh. Aber die sind für mich eben eher Dokus als Machinimas.

Und last not least findet man die seltenen Perlen von Usern die erstens über das richtige Equipment verfügen, es zweitens zu nutzen wissen und drittens wirklich gute Ideen für ihre Videos haben – kreativ, innovativ und mit viel Fantasie.
Die mag ich!

Gerade eben nun habe ich auf Flickr ein Video entdeckt, dass erst kürzlich entstanden ist und mich sowohl technisch als auch vom Inhalt überzeugt. Und ganz anders ist als alles was ich bisher an SL Filmmaterial sehen durfte!
(Okay, damit es inhaltlich an einen geht, muss man wohl eine etwas spirituelle Seele haben, das ist wie immer Geschmackssache.)

Hier isses:

Die musikalische Jugend

 

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An manchen Tagen, so wie heute, treibt es mich in meine früheste Jugend zurück. Rein musikalisch.
Dann logge ich mich bei Spotify ein oder besuche Youtube, und haue mir ne Weile die Sachen auf die Ohren, die ich zwischen 14 und 20 bevorzugterweise hörte.

Damals.
Als ein Cassettenrekorder noch ein kleiner, eckiger Kasten war der Mono Geräusche von sich gab, und vor dem man stundenlang lauerte um die Lieblingshits aus dem Radio aufzunehmen. (In die der Moderator unweigerlich reinzuquatschen pflegte, was einem dann die Zornesröte ins Gesicht trieb.)
Pssssst Mama, ich nehm doch auf!
Damals.

Als man sich wie ein König fühlte, wenn das Christkind endlich den ersehnten Plattenspieler brachte, dessen Deckel eine Box war. Und bei dem man ein Lied nur wiederholen konnte, indem man mehr oder weniger geduldig jedes mal hin spurtete um entweder akribisch sorgsam den Tonkopf mit dem Hebel zu lupfen und ihn auf die Stelle zwischen zwei Tracks zurückfallen liess, oder sich den Hebel schenkte und es einfach manuell tat – was dem Schellack/Vinyl unweigerlich nett knackende Gebrauchsspuren zufügte, und den Diamanten auch nicht unbedingt sterberesistenter machte.

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Damals – das begann 1975. Etwa zu der Zeit als ich anfing zu rauchen um der ganzen Welt zu beweisen, dass ich ja soooo erwachsen sei.
Aber bereits damals lag mein Geschmack irgendwie weitab vom Mainstream.

Während die Schulkollegen Abba, Bay City Rollers und Suzie Quattro hörten, befasste ich mich mit Genesis, Jethro Tull, Cat Stevens (wie er damals noch hieß), Pink Floyd oder Neil Young.

Deren Alben sammelte ich mit wachsender Begeisterung.
Nie werde ich das Weihnachtsfest vergessen, bei dem ich plötzlich über drei Exemplare des Albums „Foxtrot“ von Genesis verfügte.

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(Ich hatte es einfach auf meinen Wunschzettel gepinnt. Da die Schenkenden sich aber nicht absprachen, bekam ich weder „Wind & Wuthering“, noch „Selling England by the Pound“. 🙂 )
Gottlob ließ das Problem sich damals lösen weil die überschüssigen zwei Foxtrotte in Geschäften gekauft waren, die den Weihnachtsumtausch ernst nahmen….

Meine Peers und ich hörten „Jesus Christ Superstar“ rauf und runter. Bis heute bin ich fähig, mindestens 90% der Lyrics auswendig abzurufen und laut mitzugröhlen. Was eventuell anwesende „Mitzuschauer“ zu Höchstleistungen im Palmenklettern anspornt. Aber damals war es einfach Hammer, wenn die gesamte Clique zu dem alljährlichen Osterausflug auf den Petersberg aufbrach, einen Leiterwagen mit Cola und Bier im Schlepptau, und laut „Nazareth your famous son should have stayed a great unknown, like his father carving wood…..“ und so weiter trällerte.
Später, wenn der Übermut dann dem Chillen gewichen war, gab es regelmässig Tränen bei Maria Magdalena’s „I don’t know how to love him“!

Und wenn wir JCS durch hatten, begannen wir entweder von vorne. oder aber wir hörten Queen und versuchten die uns umschwirrenden Bienen zu Bohemian Rhapsody mit leeren Flaschen abzutreffen.

Dann, mit fünfzehn die erste feste Beziehung! Und sie hielt sage und schreibe dreieinhalb Jahre lang. In einem Alter, wo andere die festen Partner häufiger als die Unterhosen wechselten! Darauf bilde ich mir bis heute was ein. Aye.

Zu dieser Zeit begannen Alben weniger interessant zu werden, denn nun gab es ja das Phänomen „unser Lied“. Jeder hat sie, die „unser Lied“ Sache. Jeder von uns hat Weisen im Kopf, welche ihn sofort an einen/eine Verflossenen/Verflossene erinnern. Bei mir waren das hauptsächlich zwei Tunes:

 

 

Ich kann mir nicht helfen, aber manchmal frage ich mich wo diese Künstler geblieben sind, die einen so derart eigenen Stil schaffen den man unter Tausenden erkennen würde, und deren einem bis dahin unbekannte Songs man einfach an der „Handschrift“ erkennen kann.
Sicher gibt es Songs in den Charts, die mir gefallen und die ich gern höre.
Aber irgendwie sind die so „austauschbar“ geworden. Bands wie Jethro Tull oder Genesis, Pink Floyd oder auch Queen hatten einen unverkennbaren Stil.

Und wie geht es Euch wenn Ihr an Eure musikalische Jugend denkt?

Mel bleibt.

Es wird mal wieder Zeit eins der Settings von offenschreiben aufzunehmen! Heute soll es die Nr. 49 sein, die da vorgibt:

Setting:

Dein/e Protagonist/in ist Musikerin. Mit seinem/ihrem Instrument kann er/sie eine Art Zauber heraufbeschwören, der alle in seinen Bann zieht. Dennoch spielt er/sie immer noch in einer kleinen Bar und bekommt einen Hungerlohn. Warum hat er/sie sich nie auf die große Bühne getraut? Was hält ihn/sie von seinem Durchbruch ab?

Gegenstände:

wackeliger Stuhl, dreckiger Boden, Schnapsflasche

Personen:

verzauberte Leute, Wirt, Frau mit Regenschirm

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Mel bleibt.

Das Geräusch ist nicht laut. Aber unbeliebt. Und allzu vertraut.
Es zerreisst einem keine Trommelfelle, aber Nerven.

Mel wendet den Kopf von seinem Monitor ab, dreht sich mit dem Schreibtischstuhl weit genug nach links um seine Gitarren sehen zu können. Es hilft nicht die Augen zusammenzukneifen, hier von der anderen Seite des Zimmers kann er nicht erkennen, welches seiner Instrumente betroffen ist.
„Ich wette es ist eine A-Saite“, murmelt er während er sich unwillig erhebt und näher geht.

Oh verdammt! Nicht die Konzertgitarre!
Der Musiker hat das Geräusch traumwandlerisch sicher als das Reißen einer Gitarrenseite identifiziert, allerdings ist es dann doch nicht die A- sondern die D-Saite, die nun schlaff nach unten hängt und nicht mehr mit dem Wirbel verbunden ist.
Ausgerechnet! Weder seine E-Gitarre noch die zwölfseitige Westerngitarre wird Mel heute Abend brauchen! Seine heissgeliebte Yamaha Konzertgitarre allerdings ist unabdingbar für den Freitag Abend Gig in Ed’s Bar. Und er hat keine Ersatzsaiten mehr.

Hilft nichts, er wird seine Tagesplanung umwerfen müssen und sich auf den Weg zu Magda’s Musikalienhandlung machen. Seit Wochen hatte er sich vorgenommen einen neuen Vorrat an Saiten zu besorgen, aber es kam wie es immer kommt: Irgendwas war permanent wichtiger gewesen. Vor drei Wochen hätte er Zeit und Muße gehabt, allerdings war sein Budget mal wieder total erschöpft gewesen – Ed ist  kein Krösus. Und auch wenn der Wirt der „Sound Spelunke“ Mel mehr als schätzte…. die Bezahlung ließ zu wünschen übrig.  An den Tagen mit Poetry Slams blieb sie völlig aus, da gehörte die Bühne den Möchtegern-Schreiberlingen, nicht den Musikern. Also sozusagen nicht einmal ein Vollzeit Engagement.

Es ist August. Und das ist ein Segen.
Erstens kann er auf die Straßenbahn verzichten und mit dem Rad zu Magda fahren, und zweitens ist der Sommer die einzige Jahreszeit in der Ed seinen Biergarten für Konzerte und Poetry Slams öffnet. Mel genießt es, nicht in der dunklen, nach abgestandenem Bier und verschütteten Drinks müffelnden Bar auftreten zu müssen, sondern seine Songs in lauer Sommenachtsluft darbieten zu können!

Mit einigen schnellen Schritten kehrt er zum Rechner zurück und schreibt die letzten drei Sätze seiner Absage an Sony.
„Wenn Ed endlich aufhören würde, Demotapes von meinen Gigs zu verschicken! Es wird Zeit das ich ihn mir nochmal kaufe!“

Die Absage gesellt sich nahtlos zu denen an Warner und MBM. Während der Rechner herunterfährt und der Monitor schwarz wird, gibt Mel ein leises Seufzen von sich. Es bricht ihm immer wieder das Herz. Natürlich will er Ruhm. Natürlich will er einen Vertrag! Natürlich will er ‚groß rauskommen‘, und  ausgerechnet von drei so berühmten Labels Vertragsangebote erhalten zu haben bauchpinselt ihn nicht übel.

Aber was nicht geht, geht nicht!

rocking soul

 

Während Mel in die Pedale tritt schwirren ihm Gedanken über die Vergangenheit durch den Kopf.
Anfangs war er nicht mehr als ein recht talentierter Hausgebrauchsgitarrist gewesen. Ed hatte ihm nach einem Probeauftrag hart aber herzlich mitgeteilt:
„Sorry Mel – für den Geburtstag meiner Oma würde ich fünfzig Euro springen lassen, sie würde Dich sicher anbeten. Aber in meiner Kneipe brauche ich Musiker, keine Möchtegerns! Geh‘ üben! In einem Jahr höre ich Dich gern noch einmal an.“

Während er seine Gitarren in den Koffern verstaut hatte, entstand aus Mel’s Enttäuschung ein dicker Frust. Und aus dem dann eine gelinde Wut. Genervt hatte er gegen eine am Boden liegende Rootbierflasche getreten – sie rollte ein Stück weg aber dabei machte sie ein sehr sonderbares Geräusch. Stirnrunzelnd wollte Mel sie aufheben als ein Poltern der Nebentüre ihn aufschauen ließ.

Sie war wunderschön. Fast zu schön um wahr zu sein!
Während sie ihren Regenschirm ausschüttelte und schließlich zusammen klappte, glitt sein Blick über die trotz Schirm durchnässte, weisse Hemdbluse.
Das sie keine Unterwäsche trug war unschwer zu erkennen. Man hätte denken können, sie wäre schnurstracks von einem „Wet T-Shirt Contest“ hergekommen. Nachdem sie den Schirm zusammengeklappt und in einen Ständer geschoben hatte, der ein rostiges Dasein unter den Haken der primitiven Garderobe fristete, trafen ihre Augen die des Musikers.
Ihm gefror fast das Blut in den Adern!

Die Augen der jungen Frau waren von einem leuchtenden Bernstein. Doch ihre Pupillen eindeutig nicht menschlich. Einem katzenartigen Raubtier hätten sie vortrefflich gestanden, lang und elliptisch.
„Du solltest nicht so roh mit meiner Behausung umgehen!“
Auch wenn Mel den Sinn der Worte nicht greifen konnte, die Stimme war dunkel, rauchig und auch wenn sie keinen erkennbaren Akzent sprach rollten die „R“ wie schnurrende Perlen auf einer Gebetskette durch ihre blasse, wohlgeformte Kehle.

„Bitte? Verzeihung ich………“
„Mein Heim. Die Flasche die Du gerade achtlos weggetreten hast. Darf ich mich vorstellen – Rinkaja, Dschinn der vierzehnten Begharl Dynastie, Tochter von Rahana und Tronkal Begharl.“
Mel schaffte es nicht seinen staunend aufgerissenen Mund wieder zu schließen.

Fast fährt er bei der Erinnerung gegen einen Laternenpfahl, erst im letzten Moment taucht dieser in seinem Bewusstsein auf und er bremst heftig, kommt schließlich schlingernd in Sichtweite von Magda’s Laden zum Stehen. Einige Passanten bedenken ihn mit Schimpfwörtern à la „Rad Rowdy!“

Zwei Sätze Saiten für jede seiner Gitarren sind schnell erstanden, als ihm Magda einen Chai anbieten möchte, stottert er etwas durcheinander eine lahme Entschuldigung und stürzt fast fluchtartig aus dem Laden. Die würzige Sommerluft tut gut. Tief einatmen!

Mel erinnert sich daran, wie er den Flaschengeist dabei beobachtet hatte in die Flasche zu schlüpfen, und dass er hernach vier Tage lang versucht hatte aufzuwachen obwohl er wach war.
Es hatte ihm natürlich keine Ruhe gelassen. Und so besuchte er eines Abends die Kneipe, trank ein Pils und spähte dabei nach der Flasche aus. Sie ruhte dicht neben dem Schirmständer. Während er so tat als wolle er das stille Örtchen aufsuchen, hatte er sie an sich genommen, und dann die Kneipe durch den Hintereingang verlassen.

Die „bezaubernde Rinkaja“ war nicht sonderlich begeistert, als sie zwei Tage später ihre Flasche verließ und sich unversehens in Mel’s Altbauwohnung wieder fand. Als sie so plötzlich aus einem magischen Licht- und Farbwirbel auftauchte, wäre er fast von dem wackligen Stuhl gekippt auf dem er hockte und einige Riffs übte.
Wütend hatte sie ihm erklärt, dass sie nicht aus Spass an der Freude in der Kneipe von Ed lebte, sondern weil dieser Platz seit Tausenden von Jahren das angestammte Reich der Begharls sei. Und an keinem anderen Ort könne sie ihre magischen Fähigkeiten nutzen! Er möge sie doch zurück bringen.

Mel jedoch war viel zu begeistert einen Flaschengeist zu „besitzen“ und hatte sich geweigert. Ein halbes Jahr lang lag die Flasche auf seinem Trophäenregal. Rinkaja jedoch hatte sich in der ganzen Zeit kein einziges Mal blicken lassen. Schließlich wurde es Mel langweilig, er hockte nächtelang vor der Flasche und bettelte sie solle sich zeigen – Nichts! Als er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, schrieb er ein Lied für die hübsche Dschinn, in dem er sie bat zu erscheinen.
Offenbar hatte das Wirkung, jedenfalls begann die Flasche zu beben und nach einigen Momenten mit Feenstaub in der Luft des bohemen Altbauzimmers, stand sie vor ihm. Nackt.

„Wenn Du mich nicht zurück bringst, werde ich nie wieder aus meiner Flasche hinaus können. Meine Magie reicht gerade noch um einmal zurück zu schlüpfen! Ich flehe Dich an, kerkere mich nicht auf Deinem Regal ein!“

Schließlich hatten die beiden einen Deal gefunden – recht clever hatte Mel die Schöne davon überzeugt, die ganze Nacht ausserhalb ihrer Flasche zu verbringen und mit ihm das Bett zu teilen.
Überraschend schnell hatte sie sich darauf eingelassen. Man trank eine Flasche Burgunder. Was dann genau geschehen war, vermochte der Gitarrist nicht mehr zu erinnern.

Nur das er nie wieder versuchen würde einen Flaschengeist zu beglücken, dieser Entschluss blieb fest in seinem Hinterkopf. Was auch immer geschehen war, es hatte ihm eine ganze Woche Schmerzen in den Kronjuwelen beschert!
Rinkaja jedoch schien von der Nacht so begeistert zu sein, dass sie ihm versprach sie würde ihn mit einem magischen Geschenk segnen sobald er sie zurück gebracht hatte. Er möge auf jeden Fall Ed noch einmal vorspielen.

Seltsamerweise war der Wirt einverstanden als Mel das vorschlug.
An jenem denkwürdigen Abend war die Kneipe brechend voll! Als Mel zu spielen begann, legte sich das Stimmengewirr der Gäste jedoch in Windeseile. Es gab nicht einen einzigen Gast, den alten Ed einbegriffen, der nicht völlig verzaubert dem Spiel des Musikers gelauscht hätte. Wie in einem Bann, begannen die Augen des Publikums zu leuchten und ihre Herzen für den jungen Songwriter zu brennen! Nie würde er den frenetischen Applaus vergessen. Und auch nicht die unglaubliche Müdigkeit, die ihn nach der vierten Zugabe ergriff.

Mel hatte es versucht………aber an keinem anderen Ort als in Ed’s Kneipe reagierten die Zuhörer in dieser Weise. Weder wenn er versuchte als Straßenmusiker sein Budget aufzupeppen, noch in anderen Lokalitäten. Nein, er würde Ed nicht verlassen können! Er musste wirklich daran denken dem Wirt klar zu machen, dass er aufhören musste seine Gigs aufzunehmen und Demo Tapes zu verschicken!

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(Natürlich hat die Frau auf dem Bild keine Katzenaugen. Ganz einfach deshalb weil es diese Geschichte noch nicht gab als ich es machte, und weil ich im Augenblick in SL kein Geld ausgeben möchte um ein Kostüm einer bezaubernden Jeannie zu kaufen. Ich baue daher auf die Toleranz meiner Leser, es mit dem Bild nicht allzu genau zu nehmen 🙂