Second Life, Sansar, und die „Ermüdung“.

Guten Morgen, Welt!

Als ich mich im vorangegangenen Blogpost darüber ausließ, dass ich nun TESO infiziert sei, erwähnte ich kurz Second Life und eine gewisse Müdigkeit diesbezüglich.
Und das die Hintergründe dazu vermutlich ein eigenes Posting wert seien.

Heute nun fand ich einen Beitrag in Maddy’s Blog, unter dem ich ziemlich ausufernd kommentiert habe, und diesen Kommentar möchte ich als Beispiel und einen der Gründe langsam aber sicher SL müde zu werden, hier einmal hin kopieren.

In Maddy’s Beitrag ging es darum das viele Leute enttäuscht von Sansar seien, dass aber Draxtor Depres recht angetan von dem neuen Projekt aus Linden Labs‘ Schmiede ist. In den Kommentaren erwähnt dann ein anonymer User das seines Erachtens das Nachlassen von Second Life mit der Einführung der Meshes zusammen hinge…darauf bezog sich dann meine Antwort:

„Ich denke, „die Wahrheit“ über Sansar gibt es nicht.
Es gibt nämlich immer so viele Wahrheiten, wie es Individuen gibt. Jeder hat andere Erwartungen und Skills, jeder sieht es etwas anders.

Es ist richtig, dass LL von Anfang an betont hat, dass Sansar kein „zweites SL“ sein wird. Aber selbst wenn man neutral neugierig hineingeht und die „SL Erwartung“ nicht hat – ich denke ob man es gut findet oder nicht hängt maßgeblich damit zusammen wie man sich darin fühlt.
Wenn Draxtor es sehr positiv sieht, dann vermutlich weil er für sich etwas darin entdeckt hat das ihm und seinen Zielen / Ambitionen dient und seine Kreativität weckt. 
Wer erwartungslos rein geht und bereit ist etwas ganz Neues zu entdecken, der mag angetan sein oder auch nicht, je nachdem ob er eine innere Verbindung dazu herstellen kann oder nicht. 
Schon alleine der Umstand dass es offenbar ohne VR Brille recht umständlich zu bedienen ist, ist schade – da es die Leute ohne großen Geldbeutel und potenten Rechner einfach benachteiligt.
Wenn ich Sansar nach allem was ich weiss als eine Art „3D Homepage“ betrachten möchte, die jemand sich erstellen kann um sich und sein Projekt vorzustellen, dann ist es vermutlich wirklich eine super Sache. 
Aber eben doch sehr zweckgebunden. Wer dafür keinen Zweck entdecken kann, wird es nicht brauchen können und halt eben doch ein wenig enttäuscht sein.

Was SL angeht………….. möchte ich einen Gedanken von Anonym aufgreifen:
Ich sehe es in der Tat auch so, dass die Erfindung von Meshes in puncto Avatar Bodies wirklich ein Segen war was die Optik angeht. 
Da es aber verschiedene Hersteller gibt, die alle ihre eigene Benutzungsweise erfunden haben (damit meine ich, jeder HUD ist anders konzipiert, jeder Body/Kopf kann andere Sachen, hat andere Features und verhält sich unterschiedlich), wird es allmählich tatsächlich ziemlich unübersichtlich, umständlich und kompliziert. 
Und wie im richtigen Leben, beginnt die Technik sich immer schneller zu entwickeln.

Hud Wahnsinn
Der ganz normale HUD – Wahnsinn, wenn man einen Slink Body und einen Catwa Kopf trägt. Der Slink Body Hud hat vier Seiten, die Slink Bento Hand Bedienung gottlob nur eine. Ebenso der Mimik Hud für den Catwa Kopf, der Master Hud von Catwa hat allerdings gleich fünf Seiten zu bieten. Sicher, man minimiert sie, sonst sähe man ja nix mehr. Und wenn man sich nicht umziehen will kann man zumindest auf den Slink Body Hud verzichten, den Kopf Master braucht es auch nicht zwingend. Dennoch muss man sie dann für Veränderungen wieder anlegen. Und das beginnt langsam zu zehren!

Kaum hat man ein bestimmtes Prinzip verstanden und umgesetzt kommt schon die nächste Erfindung, man kann kaum noch Luft holen.
Früher war „umziehen“ eine Sache von ein paar Sekunden (sofern man gespeicherte outfits hatte), nämlich genau so lange bis der Rechner die neuen Klamotten/Haare/sonstigen attachements geladen hatte. 
Heute zieht man sich um und stellt fest „oh bei der Mütze muss ich noch in den Kopf hud gehen und die Ohren verbergen“ und „auch in den Body hud muss ich schnell, die Alpha Einstellungen von der langen Hose gehen natürlich nicht bei der kurzen“ etc . pp.
Ich bin bei Gott ein wirklich eingefleischter SL Fan.
Aber ich gestehe offen: Selbst wenn man die ganzen Neuerungen positiv begrüßt, damit klar kommt, ihr Handling erlernt hat – es fängt an müde zu machen!
Mich zumindest. Insofern kann ich gut nachvollziehen, dass es auch User gibt, die sich gewünscht hätten das Sansar wenigstens ein ganz klein wenig SL – ähnlich wäre….aber eben auf dem technisch neuesten Stand und ohne die ganzen durch viele Innovationen entstehenden Umständlichkeiten.
Das waren jetzt aber nur my two cents……… wie gesagt, eine ultimative Wahrheit gibt es nie.
Mimimi liegt mir fern. 
Dennoch bin ich mir ziemlch sicher, dass ich keine Verwendung für Sansar haben werde.“

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Infiziert!

Jaaaaaa ich bin infiziert. Womit?

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Mit dem „Elder Scrolls online – Virus“!
Zasta hat mich angesteckt, dank ihm habe ich jetzt TESO auf meinem Rechner und ich muss sagen…….ich habe jahrelang keine MMORPGS gezockt weil mich keins mehr überzeugte. AAAABER………
(……..Die unglaubliche Freiheit die ein Avatar in Second Life hat – wobei ich immer noch Wert darauf lege, dass SL in meinen Augen kein Spiel ist, sondern eine drei D Community – , hat man halt nirgends sonst.)
AAAABER……….. jetzt weiss ich, warum Zasta drauf abfährt. 😉

StichwortAugentier. Wenn man ein Augentier ist, so wie ich, dann haut einen die Grafik tatsächlich um. Es ist nicht umsonst eines der erfolgreichsten Games! Aber eins nach dem anderen.
An der Grafik faszinieren mich besonders die Lichteffekte, besonders die (siehe oben) bezaubernden Godrays bei Sonnenauf- und Untergang. Auch die Magie Effekte sind wunderschön anzuschauen. Und die Musik wird nie „lästig“, was mir bei vielen anderen Games schnell so geht.
(Ich habe alle Screenshots dieses Beitrags absolut unbearbeitet gelassen. Sie sind so wie man sie im Spiel auf Grafikeinstellung „hoch“ sieht, also nichtmal ultra oder so.)

Die Bedienung ist für mich nicht ideal aber besser als sie es in den meisten anderen Spielen für mich ist. Ich mag es, wenn man die Kamera so stellen kann, dass sie einen aus der Third Party Perspektive zeigt, nicht aus der Ego Perspektive.
Bei TESO kann man sich das aussuchen. Allerdings gibt es für mich einen Haken: Man kann beim Kämpfen und Laufen das Gesichtsfeld nur mit der Maus steuern. Was bedeutet, dass man zweihändig spielen muss. Und einen ähnlichen Effekt hat wie bei SL wenn man im sogenannten „mouselook“ spielt. In SL komme ich damit überhaupt gar nicht klar. In TESO geht es sonderbarerweise.
Ideal wäre für mich, wenn man beim Kämpfen die Kamera irgendwo über dem Spielfeld fixieren könnte und den Gegner durch Anklicken anreifen. (So wie es beispielsweise bei Sacred war, das ich sehr lange zockte. Damals. In den Ardennen…… 😀 )

Vor drei Tagen habe ich also meinen ersten Charakter erstellt, einen Bretonen, Nachtklinge. Hier isser…….tataaaa

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Mit Nori Don habe ich das Tutorial durchlaufen, wobei man eigentlich nicht ernsthaft von einem Tutorial sprechen kann. TESO wirft einen da ziemlich ins kalte Wasser. Aber irgendwie ist learning by doing ja auch ne feine Methode. Inzwischen habe ich ihn auf Stufe elf gelevelt.

Heute dann war mir danach einen zweiten Char zu erstellen, bei dem ich die Anfängerfehler die ich mit Nori machte vermeiden konnte.

Es wurde ein Rothwardon, Templer, namens Idriss Djibril.

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Den habe ich heute mal bis vier gelevelt, und mit Sicherheit werde ich mir in den nächsten Tagen auch noch einen weiblichen Charakter erstellen. Vielleicht eine Khajiit, aber das weiss ich noch nicht genau.

TESO ist umfangreich und komplex. Genau deshalb gibt es ne Menge zu lernen. Und wie es Noobs nunmal so geht, die ersten zwei Tage war ich nur am „hääää?“en. Zasta hat mir aber ’ne Menge Tips und Kniffe verraten, mich auch mit Dingen gepampert, und so habe ich inzwischen bereits nur noch ein „halbes Noobfeeling“ wenn ich ingame bin.

Da das Game so beliebt ist, gibt es auch eine Menge Infomaterial über Onkel Google zu finden, bisher gab es keine Frage auf die es im Internet für mich keine Antwort gegeben hätte.

Was finde ich am genialsten bei dem Spiel?
Nun es ist die unglaubliche Freiheit die man geniesst. Klar, nicht so groß wie in Second Life, das ja ein völlig anderes Konzept hat. Aber gross genug…..man MUSS nicht Gilden beitreten oder sich Freunde suchen, nein, man kann ganz nach Gusto alleine, zu zweit oder in großen Gruppen spielen.
Wenn man an einen Gegner gerät der zu stark für einen ist, sich lange genug die Zähne an ihm ausgebissen hat, ein paarmal gestorben ist und irgendwann einsieht das man den noch nicht wuppt, dann lässt man es halt eben und verschiebt diese Sorte Gegner auf „mach ich wenn ich fünf Stufen höher bin“.

Questgeber verschwinden nicht einfach wenn eine Quest zu lange unbearbeitet blieb. Und wenn man keinen Bock zum Questen hat, dann lässt man es, bewundert einfach die Aussicht oder plündert Fässer, Kisten, Truhen und die Natur nach Brauchbaren Gegenständen oder  Zutaten.
Man gibt also schlicht sein eigenes Tempo vor, das je nach Laune schnell oder auch mal sehr lazy sein kann. TESO zwingt den Spieler zu gar nix. Und insofern hat man beim Spielen auch keinen Druck, was ich in vielen anderen PC Games in die ich hinein geschnuppert hatte durchaus so empfand. Und Zugzwang ist ein Aus für ein Spiel bei mir.

Ich gestehe, SL hat mich in den letzten zwei Wochen ein wenig gelangweilt. Mag sein, dass das normal ist wenn man mal fast sieben Jahre lang in einer virtuellen Welt steckt. Dazu hätte ich viel anzumerken, aber das würde locker einen eigenen Blogpost füllen.

Man muss also nicht questen. Zumindest nicht jedes Mal wenn man einloggt. Man sollte aber hin und ab eine annehmen, denn erstens will man ja Spielgeld sammeln, zweitens gibt es für einige Quests wirklich tolle Sachen und drittens läuft es sich vermutlich irgendwann tot wenn man nicht wenigstens der Hauptquest folgt. Wie gesagt, das Tempo in dem man das tut ist irrelevant.

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Was mir auch gut gefällt, ist das Verhalten der NPCs.
Erstens sind sie nicht so starr wie in vielen anderen Games, sie laufen herum, setzen sich auch mal hin. Es gibt NPCs die wirklich nur der Zierde dienen, was das Spiel recht immersiv macht. Andere sind nicht als Questgeber gekennzeichnet, allerdings kann man sich mit ihnen unterhalten und wupps Überraschung, dabei kann eine Quest entstehen. Einige sind einfach nur zum Unterhalten gut, aber dabei erfährt man mit Sicherheit etwas Sinnvolles fürs Spiel.  Und einige führen Selbstgespräche wenn man in Hörweite an ihnen vorbei geht – bei denen ist es häufig so dass sie auch eine kleine Nebenquest vorzuschlagen haben.

Ich könnte nun stundenlang weiterschwärmen, aber mein Nudelauflauf duftet so fein, dass ich jetzt lieber an den Eßtisch laufe 🙂

Statt weiter Loblieder zu singen, poste ich Euch schlicht meine ersten Screenshots noch zum Abschied für heute.

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„Flickr – Schriftstellerei“

Ja ja.
Ich komme schwer auf den Punkt.
Und wenn ich erst mal schreibe wird meist ein viel zu langes Etwas draus. 🙂

Neuerdings habe ich entdeckt dass, wenn ich einfach zu meinen Bildern etwas schreibe, eine Art „Kurzgeschichten im Bild“ enstehen. Oder sonderbare Gedichte. Sogar mit Reimen. Auf Englisch. Klar, die meisten meiner Flickr Follower sprechen Englisch.
Ich gebe zu: Ich bin verblüfft über mich selbst.

Beispiel:

in the middle of nowhere 5

„A shirt?“, she asked …staring at me in an amazed way. „Why the heck should I wear a shirt? Listen: I look like a boy. I feel like a boy. I behave like a boy. So –  I suspect I must be a boy. A shirt? What for? To hide the breasts I don’t really have?“
„How about hiding your nipples?“ I gave back.
„Gosh, Dude! Have YOU ever spent a thought on hiding yours?“ she barked.

The next day I met her in a thrift shop......

The very next day I stumbled upon her in a thrift shop.
„Oh, you obviously thought it over. Looking for a shirt?“ I asked with some inner satisfaction.
She stared at me with eyes which seemed to say ‚you must be insane‘, and murmured „Not really. The sun burns so hot, I need a new hat!“

Mehr ist da nicht. Und dennoch ist es irgendwie aussagekräftig wenn man es mit den Bildern mixt. Lässt jedoch genügend Spielraum für den Betrachter/Leser, den Faden für sich selbst weiter zu spinnen.
Ehm……. glaub‘ ich zumindest.

 

out in the park

Irgendwo in dem Ganzen lauern mit Sicherheit orthographische oder grammatikalische Fehler. Macht nix. So lange man es lesen und verstehen kann, ist das wurst. Rechtschreibung darf auch Linkschreibung sein wenn es um so queere genderbending Themen geht 🙂

Ich schenke Euch….

Vor einer Viertelstunde ging hier ein heftiges Gewitter nieder. Und danach gab es einen der schönsten Doppelregenbögen die ich je sehen durfte. So eine Dachwohnung hat eben doch auch Vorteile 🙂

Leider hatte meine Kamera eine Macke, aber von den zwanzig Versuchen sind drei ganz okay, ich schenke Euch also einen Regenbogen zum Wochenende!

Auch wenn ich eigentlich den Grundsatz habe mein RL hier nicht einzubringen, der ist einfach zuuu schön um ihn nicht zu teilen!

19.06.2017 aa

19.06.2017 ba

19.06.2017 da

Möge er Euch Glück bringen! 🙂

MMM – Magus, Meshkopf, Mimik

Es ist soweit. Nachdem Minnie ihren Mesh Schädel bekommen hat, habe ich auch Jamie einen spendiert. Und der Effekt? Er ist über Nacht zehn Jahre gealtert. Goodbye Niedlichkeit, adieu Unschuld – welcome KERL!

Yaaay, we did it!

Tja. So ist das mit dem Wechsel von der Adoleszenz zum Erwachsensein.
Allerdings habe ich jetzt graue Haare. Erstens dauert es eine Weile bis man sich daran gewöhnt, dass ein Avatar (mit dem man sich ja letztendlich auch ein großes Stück weit identifiziert) auf einmal anders aussieht. Zweitens war es bei Jamie sehr viel komplizierter als bei Minnie, denn die Skin von Minnie war mit dem Meshkopf kompatibel. Die von Jamie nicht!

Also losziehen und eine neue Skin suchen. Nicht, dass es einen Mangel an Skins für Mesh Köpfe gäbe – nur erstens mag ich Qualität und zweitens sollte sich Jamie ja noch gleichen. Und das obwohl ja schon alleine die Form des Kopfes ihn natürlich verändert. (Auch hier muss man Finetuning betreiben, denn aus der Packung kommt der Kopf völlig anders!).

Für mich war eines von Jamie’s Markenzeichen immer das Kinngrübchen.
Da zur Zeit in SL aber der Hipster Boom tobt, tragen fast alle Jungs die „up to date“ sein möchten einen Hipsterbart. Was jucken da schon Grübchen? Die gehen unter dem Gestrüpp doch eh unter. (Nicht das nun jemand denkt ich hätte was gegen Bärte. Hab ich gar nicht. Nur war ich noch nie im ganzen Leben, weder RL noch SL, ein „dedicated follower of fashion“! Was meine Vorlieben und meinen Geschmack angeht, habe ich noch nie dazu tendiert der Masse hinterher zu laufen. Im Gegenteil. Ich finde es sehr bedenklich diesen „Modeherdentrieb“ zu beobachten und frage mich dann immer wie wenig Selbstbewusstsein jemand haben muss um jedem dämlichen Trend nachzulaufen.)
Wo waren wir? Ach ja – Kinngrübchen!

Es gab nur eine einzige Skin mit Kinngrübchen. Nachdem ich ein wenig mit der Demo herumgespielt (und gefühlte tausend andere Demos ausprobiert) hatte, entschied ich mich also für „Norman“ von „Nivaro“.

Damit denjenigen unter Euch, die kein SL Insider sind, klar wird wie sehr das Aussehen zu gleichen Teilen von beiden, der Skin UND der Shape abhängt, zeige ich Euch mal das Verkaufsbild von „Norman“. Es ist also die selbe Haut, nur ein anders geformter Kopf……

NormanAd

und zum Vergleich nochmal ein Jamie closeup

jamie closeup

Tja. Nun gut, die Skin war gefunden. Doch oh Schreck……..wenn man normalerweise eine Skin mitsamt Body appliern für 1200 Linden Dollars bekommt, ……….nicht bei Nivaro! neee der Wucherskinladen verkauft den Kopf applier für 1200 und den Body applier dann nochmal für 1200! Also Catwa Daniel Kopf 5000 Linden, zweimal Applier 2400, macht insgesamt 7400 Lindendollars. Das sind nach heutigem Kurs knapp 30 US Dollar! Hmpf!

Okay, also heim damit und anziehen, um-modeln, rumdoktern. Ohhhh stimmt ja, die Hairbase von den Haaren (für Nicht Eingeweihte, das ist die stelle wo auf die Haut ein paar Haare aufgemalt sind am Haaransatz. Ohne Hairbase sieht manche Frisur aus als hätte man einen Plastikhelm auf die Haut gepackt.) ist ja auch ohne Applier! Ab in den Haarladen. Heurekaaaaaa die Hairbase Applier für deren Frisuren gibt es einfach für umme. Das nenn ich Service!

Und dann der Schreck. Ich hatte angenommen, wenn die Kopfskin so schön sei, müsse es wohl auch die dazugehörige Körperskin sein. Hm. Ja okay, schlecht ist anders aber…..neeeeee! Es gibt einige Stellen da ist sie auf eine Weise gemalt die mir gegen den Strich geht. Die Rippen gefallen mir nicht, der Hintern war bei der alten Skin schöner und das Wichtigste: Die Achseln/Schultern! Die sind auf eine Weise gemalt das je nachdem wie die Animation/Pose des Avatars ist, sich optisch „Falten“ ergeben wo gar keine sein dürften.
Aber das zu ändern ist es nun zu spät. Um zu verdeutlichen was ich meine, hier einfach ein Bild das mehr als tausend Worte sagt:

So lange Jamie einfach irgendwo gerade steht ist alles fein. So wie hier. Fein.

jamie schultern

Aber wehe er verrenkt die Arme wegen seiner Pose etwas…….so wie auf dem ersten Bild dieses Blogposts, dann entstehen Falten die ich zuvor an Jamie noch nie sah…..weil sich die Details wie Adern und Glanzlichter mit der Bewegung total verziehen. Manchmal ist weniger einfach mehr. Auch wenn Details ne feine Sache sind……….an sich!

jamie achseln

Nun gut. Zu spät um zu weinen. 🙂
Schön ist, und das entschädigt mich, dass unser Magus nun auch über Mimik verfügt. Dank dem Bento Kopf. Und da kann er den Charmeur so richtig rauslassen. Ich verabschiede mich für heute mit ein paar Mimik-Pics. Ha was fürn geiles Wort! Mimikpik…….Mi mic pic……

och neeee
och neeeee!
echt jetzt
echt jetzt???
Fang den Kuss
Kiss, Shugaaahhh
ja, du mich auch
ja nee is klar, Du mich auch!

Das Schweigen im Walde…..

……oder warum hier selten was steht.

Leute, es ist faszinierend. Dieses „ich versteh mich selber nicht – Dings“.
Es ist ja nicht so, dass es nix zu bloggen gäbe. Vor allem seit ich dazu übergegangen bin auch „nichtvirtuelle“ Themen welche mir gerade im Kopf herumgeistern, hier anzusprechen. Es gibt so vieles über das ich philosophieren könnte. Sowohl aus SL als auch aus meinem RL Kopf.

  • Polyamorie, und warum sie so oft missverstanden wird……warum die Gesellschaft noch nicht reif dafür ist und welche Vorurteile so kursieren.
  • Bahnbrechendes in SL: Ich habe Minnie einen Meshkopf gekauft. (Und somit auch der anderen „Fotomodelle“ in Minnie’s Inventar. Teuer. Geil. Und gewöhnungsbedürftig.
  • Politisches……..das Trumpeltier fängt wirklich an mich in Angst zu versetzen. Man könnte ein ganzes Blog füllen mit dem was momentan auf der Welt vor sich geht…….
  • Der Tatort von gestern Abend / meine Gedanken zum Thema „wie begegnen wir dem Thema Pädophilie?“, wie schützen wir unsere Kinder und wie schaffen wir es, pädophil empfindene Menschen nicht einer Hexenjagd zu unterziehen sondern ihnen zu helfen ihre Triebe unter Kontrolle zu halten? (mir persönlich gefällt ja diese „ich will kein Täter werden“ Kampagne recht gut.)
  • Die Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation und wie man zum Übersetzer „männisch-frauisch“ wird……
  • ………..und tausend andere Themen.

Aber aus irgend einem mir selbst unverständlichen Grunde bekomme ich meinen Allerwertesten nicht hoch. Ich öffne mein Blog, klicke auf „Schreiben“, beginne zwei, drei Sätze und dann verlässt mich die Energie. Warum um alles in der Welt?

Alchemy's Apprentice
Minnie mit mienenspielfähigem Meshkopf

Okay, manche der Themen sind in der Tat so heikel das sie polarisieren, und ich mit heftigem Gegenwind rechnen müsste. Aber auch davon lebt ja ein Blog bzw. eine Diskussion. Und ich habe mich eigentlich noch nie vor Gegenwind gefürchtet. Das kann es also nicht sein.
Manche Themen sind so umfangreich, (und ich bin bekanntlich kein Meister im „auf den Punkt kommen“), dass ich mich vermutlich in ihnen verheddern und verzetteln würde und mir die Aussicht auf  ‚das wäre ein viel zu langer Text fürn Blog‘ gleich den Wind aus den Segeln nimmt.

Vielleicht hat es auch damit zu tun das die Themen meines RL, welche mich zur Zeit sehr auf Trab halten, schlicht dafür sorgen das ich die Konzentration für das Blog nicht aufbringe. Ich weiss es nicht.
Ich weiss nur, dass ich es bedauere nicht schreiben zu können, eine sonderliche Blockade zu haben, und somit vermutlich auch Leser zu verlieren. Nix ist langweiliger als ein Blog auf dem nix passiert. Eatsbluecrayon hat das kürzlich so nett umschrieben, in dem er sagte seine Postingfrequenz nähere sich langsam dem Tempo der Kontinentaldrift an. 🙂

Es gibt Momente da ist der Kopf zu leer um zu schreiben. Jeder kennt sie.
Doch bei mir ist es momentan eher so, dass er zu voll ist um zu schreiben. Hm. Könnte bitte irgendjemand der sich mit Cyborg Technik auskennt, externe Festplatten für mein Hirn erfinden, auf denen ich das ein oder andere auslagern darf?

Sorry seems to be the hardest word..........
…ein Meshkopf kann so müde gucken wie ich mich fühle….

Isar und Jamie RPen noch….

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….. und erleben gerade mal wieder eine große Herausforderung.

Manchmal bin ich traurig, dass es mir zuviel geworden ist das RP des niedlichen Satyrs und des Jungmagiers,  (der inzwischen ja gar nicht mehr soooo jung in dem Job ist), in Romanform mitzuschreiben.
Es hat immer Spass gemacht. Aber es war halt eben auch sehr, sehr zeitintensiv. Ausserdem hat mein RL gerade so richtig fette Tücken sowohl finanzieller als auch gesundheitlicher Art.
Wenn Isar’s Steuereinheit und ich keine Zeit fürs RP haben, schreiben wir uns schonmal gegenseitig kleine Episoden auf. Das ist wie RP, nur alleine 🙂

Für alle die das RP gerne lasen, und ja auch ein wenig aus Wehmut heraus, hier einige Auszüge von dem was gerade vor sich geht.

Sharing Something Special

Die kleine Halbdämonin Minnie war ja von Beginn an in den Wolf Sigurson tierisch verknallt. Inzwischen haben die Beiden sich einander angenähert. Und sich sogar gedatet! In London……wie ramontisch!
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Ein Date in London

Der Kleiderschrank hatte ein kurzes Shirtkleid und eine relativ edle Jacke ausgespuckt, und die kleine Dämonin war ein Casualtraum in Silbergrau.

Während Minnie mit Sigurson zum Globe stöckelte, wünschte sie sich insgeheim sie hätte flachere Schuhe angezogen. Manchmal hätte Mannsein wohl Vorteile – zumindest verdarben die Schwanzträger sich nicht die Füße, nur um das andere Geschlecht zu beeindrucken. Andererseits waren die Dinge mit denen sie das versuchten teilweise auch nicht viel sinnvoller….

Sie sprachen nicht viel. Ob das daher rührte das jeder von ihnen versuchte, sein „Schwimmgefühl“ über Bord zu werfen, oder ob es schlicht der jeweilige Kloß im Hals war, war Minnie nicht klar.
Sie griff nach ein paar hundert Metern nach seiner großen, warmen Hand. Und war glücklich, als er sie mit einem kurzen Blick bedachte in dem wohl eine Art verunsicherte Zufriedenheit ruhte, und ihr die Hand überliess.
„Weisst Du, ich bin nicht wirklich gebildet. Ich habe nie etwas gelernt, und nur sehr kurz die Schule besucht.“ Während sie das sagte, versuchte sie es nicht so zu sagen, dass es etwas anderes als normales Menschsein offenbaren würde.
„Aber ich hatte……einen……naja nennen wir es einen Mäzen. Und der war ersten verrückt nach Theater und Oper, und zweitens ein absoluter Fan von Immobilien und aussergewöhnlichen Einrichtungsideen.“
Sie erklärte nicht näher zu welcher Zeit und an welchem Ort das gewesen war. Unwichtige Details!

Es ging auf acht Uhr zu und sie verließen Mayfair Richtung Soho, überquerten dann die Themse auf der Waterloo Bridge und nahmen, da Minnie fußmüde wurde – verdammte HighHeels!- ein Boot zum Bankside Pier. Durch die Geschwindigkeit der Bootsfahrt waren sie natürlich zu früh an, und so spazierten sie ein wenig den New Globe Walk auf und ab und gönnten sich kurz vor der Vorstellung in dem Starbucks schräg gegenüber vom Globe noch einen Iced Cinnamon Almondmilk Macciato. Es war Minnie’s Idee gewesen, aber Sigurson bezahlte. Die Halbdämonin genoss das. Nicht weil sie klamm gewesen wäre, (was sie ständig war und was sie somit nicht weiter mit Sorgen erfüllte, sie hatte sich im Laufe der Jahrhunderte daran gewöhnt), sondern weil sie fühlen konnte das es für ihn alles andere als Routine war ein Mädchen auf diese Weise auszuführen.
Im Laufe des Weges hatten sie zu einer Art unverfänglichem und dennoch hoch interessantem Smalltalk gefunden – fast stellte sich eine gewisse Leichtigkeit ein.
„Oh schau, eine blühende Magnolie! Sind die nicht einfach atemberaubend?“
Und so weiter.
Ihr Herz klopfte nicht mehr als würde sie jeden Moment einen Infarkt erwarten können, Minnie war von einer fröhlichen Beschwingtheit.

Diese verstärkte sich, nachdem sie ihre Plätze eingenommen hatten und sich der Vorhang hob, aufgrund der Beschaffenheit des Stückes. Für Erwachte und Bewohner diverser Welten war es durchaus zusätzlich erheiternd zu sehen, wie offensichtlich unerwachte Theaterregisseure das Reich der Fey inszenierten!
Zuweilen schaffte Minnie es nicht, der Handlung zu folgen (was nicht tragisch war, da sie das Stück ja durchaus kannte, ihr „Mäzen“ hatte es geliebt jeden der vier Handlungsstränge in einer Art Rollenspiel mit ihr nachzuspielen), es war schwer sich auf die Bühne zu konzentrieren wenn ihre sensible Nase immer wieder mit kleinen Sigurson-Duftwellen überschwemmt wurde. So vital.
Außerdem war sie hingerissen von dem Parfum das er offenbar trug.
Ledernoten in der Basis…..ein wenig Moos gepaart mit Zitrusfrüchten….war da am Ende sogar ein erdiger Hauch von Patchouli?
Auf jedenfall war es das Aroma der Haut des blonden Mannes, welches dieses Parfum erst zu einem unverwechselbar sinnlichen Erlebnis machte, welches ihre Nasenflügel immer wieder hungrig beben liess.

Ob er bemerkt hatte, dass sie heute sogar ihre Ohren im Griff hatte?
Na gut, es war ein wenig gemogelt – Jamie hatte ihr großzügigerweise ein wenig von seiner Weberseide abgegeben als er sie ins Hotel brachte.

Langsam neigte sich der Sommernachtstraum seinem Ende, und Minnie fühlte sich so lebendig wie selten zuvor. Ihr Magen erinnerte sie leise knurrend daran, dass sie seit dem Frühstück nichts gegessen hatte, und während sie sich leicht errötend umschaute -hoffentlich hatte das niemand gehört – leckte sie sich die Lippen bei der Vorstellung von dem Steak im Hawksmoore. Gottlob war es ja nicht arg weit, ihre Füße würden ihr NICHT den Abend verderben!! Für den Rückweg ins Hotel würde sie Sigurson um ein Taxi bitten.
Minnie liebte die Einzigartigkeit der Londoner Taxis.

I want our love to be something special!

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Jamie hingegen hat sich in den Kopf gesetzt, den vom Dämon Pazuzu besessenen Zachary endlich aus den Klauen der Bestie zu befreien. Wochenlang wurde ein Masterplan geschmiedet. Und diesmal lässt sich Isar nicht vom Helfen abhalten. Es gelang Jamie nicht, ihn wieder an den Hof seines Vaters des Satyrkönigs Oberon zu schicken. Aber Jamie ist beruhigt, denn Isar’s Hilfe wird darin bestehen, sich selbst während der Rettungsaktion in eine Art künstliches Koma zu versetzen und Jamie in dieser Zeit die eigenen Heilerfähigkeiten über einen sogenannten „focus“ zu überlassen. Der Magus hat dann eben auch noch die Fähigkeiten seines Geliebten zur Verfügung.

Doch Jamie ist unruhig, denn Isar ist extrem lange unterwegs um diesen „Focus“ zu besorgen. Als er dem Magus von diesem Vorhaben berichtete klang das so easy und einfach. Als sei es binnen einer Stunde erledigt. Doch nun sind schon Stunden vergangen….
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Focus (verfasst von Isar’s Steuereinheit, die ihr ja als Zasta aka eatsbluecrayon kennt.)

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Das Bild geht natürlich auf Isar’s Konto und entstammt nicht meiner Bilderschmiede. Auf mein Konto geht lediglich der unsaubere schwarze Strich am linken Rand, sorry Zasta!

Die Luft war so kalt, dass jeder Atemzug nach Metall schmeckte.
Isar rannte. Schneller, als er je gerannt war. Nicht fliegen. Nicht. Fliegen. Sonst hätten sie ihn. Er schlug Haken, setzte über einen gefallenen Baumstumpf, dem eine Hülle aus Eis eine glitzernde haut verpasst hatte. Hinter sich hörte er das Trappeln von Pfoten. Das Kratzen, wenn Krallen den Halt auf dem verharschten Schnee verloren.
Keine Zeit. Viel zu wenig davon … Er musste es zum Übergang schaffen. Und dann Jamie klarmachen, dass die Zeit drängte. Ohne … ja, ohne.
Das Gebell und Geheule hinter ihm hatte aufgehört. Und das war ein schlechtes Zeichen. Denn es bedeutete, dass sie all ihre Energie darauf konzentrierten, ihn zu erwischen.
Ein unbarmherziger Blutmond tauchte den Wald ohne Wärme in rosiges Licht. Unter anderen Umständen wäre es vermutlich romantisch gewesen. Aber nicht, wenn man um sein Leben rannte. Stumm flehte er zu Medbh „Ich mach´s doch aus den selben Gründen wie du … lass mich gehen, bitte!“
Die Antwort waren huschende Pfoten auf schneidendem Schnee. Medbh war nicht seiner Meinung.
Isar rannte.
Griff in einen der Beutel an seinem Gürtel und zog eine handvoll Pulver heraus. Er mochte Heiler sein, kein Krieger wie Medbh – aber das gab ihm auch ein paar Tricks in den Ärmel. Cantrips … winzige Fünkchen im Vergleich zum mächtigen Feuer der Magick, zu den lebensprallen Gaben der Wölfe oder den dunklen Disziplinen der Blutsäufer. Aber auch Funken konnten zu einem Waldbrand werden. Er schnappte nach Luft wie ein Ertrinkender, warf das Pulver hinter sich. Wärme für Muskeln und Gewebe .. sonst heilsam und sanft .. nun ein Zischen und mehrere Quadratmeter Schnee verwandelten sich unter Pfoten der Verfolger in heißen Matsch.
Erschrecktes Jaulen hinter ihm gab Isar die Kraft, die letzten Meter zum sanft glühenden Riss zwischen den Welten zu stolpern. Das Taschenmesser aus dem Gürtel zu reißen und wieder auf die andere Seite zu hechten. Einige hektische Gesten und der Riss war versiegelt.
Er hatte es geschafft.
Zitternd griff er nach dem Ledersäckchen, das den Fokus enthielt. Spürte die glatte Schwere. Seufzte tief.
Medbh lachte.

 

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Da ich Redbarnes den Technokraten aus dem Verkehr gezogen hatte, und auch Redrai, der Lehrer von Jamie inzwischen verstorben ist und nur noch ab und an als Geist mit meinem Magus kommuniziert, war es Zeit für mich einen neuen Charakter ins Spiel zu bringen. Hier ist er:
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Der True Brujah

Nun war er seit exakt drei Tagen, vier Stunden, achtzehn Minuten und 36 Sekunden aus Tunis zurück. Und mußte feststellen, dass die kleine Halbdämonin, die sich auf seinem Land eingemietet hatte, seitdem verschollen war.
In ihrem Trailer vergammelten einige Lebensmittel, aber da die Bewohner der Trailer meist gemeinsam grillten oder sich Essen liefern ließen, (kaum einer von ihnen hatte eine Küche), war es nicht genügend Material um zu stinken. Also griff er nicht ein.

Adoring his house 38_001

Es war eine Wohltat dem tunesischen Klima einmal mehr entkommen zu sein.
Z’Ador schloss das Tor zu seinem Haus auf und trat gemessenen Schrittes in den Hof. Nachdem er das Tor wieder sorgfältig verriegelt hatte, (das Haus im Stil eines modernen japanischen Sommerhauses war trotz seines luftig offenen Erscheinungsbildes eine wahre Festung), sah er zuerst nach seinen Kois.

Adoring his Kois 3_001
Er hatte die Zeit für sie angehalten, da er bei seiner Abreise nicht sagen konnte wann er sie wieder würde füttern können, aber nun war er ja wieder vor Ort.
Während er den normalen Zeitfluss für seine Prachtschätze wieder in Gang setzte, murmelte er leise „Gerüchte. Nichts als Gerüchte. Je mehr man sich selbst mit Seinesgleichen umgibt, desto mehr Gerüchte tauchen auf. Ich wollte, wir würden ehrlicher mit uns selbst sein.“

 

Z’Ador war nicht verwundert, dass die Kois sich nicht auf das Futter stürzten. Für sie war keine Sekunde seit seiner Abreise vergangen, wie hätten sie also Hunger entwickeln sollen? Der Trujah liess sich auf dem Hocker in der Nähe des Koiteichs nieder und beobachtete sie ohne Leidenschaft, aber dennoch mit dem Anflug eines Gefühls von Stolz.
Sie waren beinahe perfekt. Und wenn ein Trujah überhaupt fähig war zu lieben, so liebte er diese schuppig glänzenden Leiber wahrhaftig.

Es entsprach einfach nicht der Wahrheit, dass Seinesgleichen keine Emotionen empfanden. Wahre Brujah beherrschten sie. Natürlich. Was sonst? Was man davon hatte, wenn man sich ihnen hingab, in Raserei geriet, und diableriert wurde hatte die Historie ja deutlich gemacht. Also war es schlicht eine Frage des Überlebens bzw. des Über-Unlebens und der Bewahrung des kleinen Restes des Clans, die Emotionen zu beherrschen. Die wenigen, die im Laufe eines mehr oder minder langen Unlebens nicht verkrüppelt waren.
Z’Ador empfand einen leichten Anflug von Verärgerung wenn er einem Trujah begegnete, der anderen und sich selbst in die Tasche log und behauptete, emotionsfrei zu sein. Anstatt offen stolz darauf zu sein, dass man die eigene Emotionalebene so perfekt beherrschte wie nichts anderes, und sich somit der Vollkommenheit annäherte, verleugneten diese Feiglinge ihre Gefühle! Die Wahrheit war vollkommen – nicht die Negierung derselben!
Sicher, es wäre wundervoll keinerlei Emotionalität mehr handeln zu müssen. Aber Hand aufs Herz – fast kein Trujah hatte das wirklich geschafft! Die Lüge entstand aus der Weigerung die eigene Unvollkommenheit anzuerkennen, Seinesgleichen hatten einfach keine Eier in der Hose! Sonst hätten sie dazu gestanden dass bei fast jedem von ihnen hin und wieder leichte Gefühle auftauchten, und sie mitnichten völlig emotionslos waren.
Er selbst mochte die Anflüge von Gefühl die hier und da spürbar wurden. Sicher, sie waren selten. Aber sie waren gleichzeitig eine Herausvorderung. Was sollte er denn ohne sie beherrschen? Wie sollte er sich weiter der Vollkommenheit, dem völligen Einklang von Körper und Geist nähern und sich somit entwickeln, wenn da keine Herausvorderung mehr wäre?

Adoring his Kois 5_001

Seine Kois zogen ruhig ihre Bahnen. Z’Ador beobachtete die zarten, im Licht der Laternen glänzenden Wellen, die ihre Flossen an der Wasseroberfläche hinterließen.
Die abwinkende Handbewegung war ruhig, wirkte beinahe abgeklärt, sein junges Gesicht unter dem fast weißen, langen Haar zeigte keinerlei Regung. Sollten sie doch machen was sie wollten, es würde glücklicherweise jede Menge Zeit vergehen bis zum nächsten Treffen.
Welches hoffentlich nicht ausgerechnet wieder in Tunis stattfinden würde. Afrika war laut, emotional, chaotisch und was das Thema Zeit anging……….tunesische Uhren gingen anders als die vom Rest der Welt.
Wie angenehm war dagegen die Ruhe und Reinheit seines Zuhauses……..puristisch geordnet, klar strukturiert.

Z’Ador erhob sich um ins Haus zu gehen, legte die Reisekleidung ab und streifte sich einen Kimono über. Naja – nicht wirklich. Nicht im traditionellen Sinne. Ihm war nicht nach Arbeit, und das Anlegen eines traditionell korrekten Kimonos war wirklich Arbeit. Dies hier war mehr eine Art Herrenmorgenrock aus Seide, im asiatischen Stil geschnitten.

Taking A Rest

Er musste herausfinden, wo Minnie abgeblieben war! Denn nur über sie würde er den Weg zu Pazuzu finden. Aber Morgen war ja auch noch eine Nacht. Der Horizont färbte sich verdächtig violett! Zeit eine Mütze Schlaf zu finden.
Z’Ador schaltete die Lampen aus, wobei er die Schalter in der Zeit einfror, und zwar für die Dauer bis zum Sonnenuntergang. Selbst wenn er ein wenig in den kommenden Abend hineinschlafen würde, von außen betrachtet würden sich die Lampen mit dem Sonnenuntergang einschalten und somit wäre „Normalität“ vorgegaukelt und die Maskerade seines Hauses perfekt gewahrt.
Er griff nach dem Mechanismus zur Geheimtür und begab sich in sein unterirdisches Schlafzimmer unter dem kleinen Zengarten zwischen Küche, Wohnraum und offiziellem Schlafraum.
Er würde sie finden. Und dann würde man weitersehen.
Als er sich ausstreckte, lag ein angedeutetes Lächeln auf seinem üblicherweise unbewegten Gesicht. Es war herrlich, wieder daheim und Nordafrika entronnen zu sein!
Die Gefühle mit der Geschmacksnote „freudig“ zu beherrschen war in der Tat das Schwierigste an der Königsdisziplin! Auch wenn es ihm kein schlechtes Gewissen bescherte, sie durchzulassen, zuzulassen, sein zu lassen………….denn Gewissensbisse beherrschte er wirklich mit extremer Routine.

Adoring his house 22_001

Es hatte sich als Segen erwiesen, dass Blunt ihm noch etwas schuldete.
Z’Ador hatte keine Ahnung, welcher Tradition sie angehörte! Sie war eine sonderbare Mischung und hatte Grundkenntnisse in fast jeder der Sphären. Und sie war nicht nur selten hässlich sondern auch selten verschlossen. Sie sprach niemals über sich selbst, es sei denn es wäre um ihre Fähigkeiten gegangen. In dreien war sie richtig gut: Forces, Matter und………das verband sie irgendwie mit ihm ……Time!

Vor einem Jahr, drei Nächten, sechs Stunden und achtzehn Sekunden hatte er Ellen Blunt aufgesucht um die Schuld einzufordern. Das hatte sie getan, indem sie seinen Laptop manipulierte. Sie hatte seinem Rechner einen Spirit verpasst….die Grundidee war, dass man sich entweder über eine Art Headset mit Sonden oder auch über Magick mit dem Computer verbinden konnte. (Ersteres war sinnvoll wenn es um nicht Erwachte ging). Und dann musste man dem Rechner lediglich ein bestimmtes Datum und einen Ort eingeben. Sofort saugte dieser dann die Informationen aus dem kollektiven Bewusstsein der Menschheit. Es war als lese der Laptop im Gedächtnis der Welt und das Ergebnis spielte er wie einen Film ab. Als hinge eine Kamera an dem Zielort, die in Echtzeit ab dem eingegebenen Moment mitschnitt. Eine Überwachungskamera eben. Aber das alleine wäre noch nichts Besonderes gewesen…….da hätte man auch schlicht eine solche installieren können. Nein, die „Magick Überwachungskamera“ konnte jeder beliebigen Person folgen. Egal wohin diese sich begab. DAS war das eigentliche Herz des von Ellen Blunt implizierten Spirits.

Während Z’Ador sich gefragt hatte wie er eruieren könnte wo die kleine Halbdämonin abgeblieben war, fiel ihm nun dieser Laptop wieder ein. Also war er in den Geheimkeller gestapft, wo es neben seinem verborgenen Schlafzimmer auch eine Art Abstellkammer gab, und hatte das Ding hoch in den Wohnbereich geschafft, ihn angeschlossen und die Koordinaten von Minnies Trailer angegeben, sowie das Datum seiner Abreise nach Tunis.

Nun lehnte er sich entspannt zurück und beobachtete das Treiben auf seinem Land mit halb geschlossenen Augen in einer art „Fast Forward“ Geschwindigkeit. Das Gute war, dass er auf diese Weise natürlich auch die Vorgänge im Tageslicht beobachten konnte!
Nach drei Stunden, zwanzig Minuten und neunundfünfzig Sekunden wusste Z’ador, dass ein blonder Mann Minnie besucht hatte, eine Weile mit ihr auf der Veranda ihres Trailers verbracht und sich schliesslich fast widerwillig wieder verabschiedet hatte.

Her Hero
Er hatte sich auf Minnie fokussiert und beobachtet wie sie Tage später eine Tasche gepackt hatte, nach London geflogen war, und auf dem Parkplatz des Flughafens Heathrow von einem braungebrannten Magus abgeholt worden war.
Z’Ador vermochte nicht zu sagen wieso, aber meist erkannte er intuitiv was Menschen oder Wesen waren. Nicht immer. Aber sehr oft.
Möglicherweise war das schlicht eine Fähigkeit, die seinem enormen Alter geschuldet war. Man wird weiser mit der Zeit.

Der Magus hatte sie zu einem Hotel in der Nähe des Hyde Parks gefahren, wo sie wenig später von dem Blonden besucht wurde, um einen Abend mit ihm zu verbringen und schliesslich in seinem Appartement zu landen.
Leidenschaftslos beobachtete der die Beiden im Fast Forward drei Tage lang. Sie liebten sich offenbar.
Das verblüffte den Trujah.
Als Minnie auf sein Land gezogen war, hatte er ihre Vita überprüft, (natürlich auch unter Einsatz von ein wenig Magie), und so herausgefunden dass sie von diesem Dämonen abstammte, den er schon so lange jagte. Danach war es keine Frage mehr gewesen ob er ihr einen seiner Trailer vermieten sollte.
Er brauchte die Mieteinnahmen nicht für den Lebensunterhalt, die Sache mit den Vermietungen war eher eine Art Spiel welches ihm Kurzweil bescherte. Es gab ja nicht immer und ständig wichtige Dinge zu tun.
Seine Mieter glaubten, dass er tagsüber in der Stadt auf seinem Arbeitsplatz war, und natürlich hatte Z’Ador niemals erwähnt wo genau das sein sollte. Lediglich das er in Immobilien machte.
Er hatte im Umgang mit Minnie hin und ab ein wenig Präsenz eingesetzt. Aber interessanterweise schien sie in keinster Weise darauf zu reagieren.

Was ihn nach einer Weile zu der Überzeugung gebracht hatte, dass sie ihre Emotionen in einer ähnlichen Weise zu beherrschen wusste wie ein Wahrer Brujah. Der Vampir wäre erstaunt gewesen, hätte er gewusst welch ein riesiger Irrtum dies war. Und genau das schwante ihm nun während er zusah, wie Minnie und der Blonde, den er erst beim dritten oder vierten Hinsehen als Wolf identifizierte, sich umkreisten wie zwei Katzen den heissen Brei!

Adoring his Garden 15_001.jpg

Nachdem ihre Zärtlichkeit nach drei Tagen immer noch lediglich in Knuddeleien und ziemlich heissen Pettingaktionen bestanden, stellte Z’ador fest woran es lag: Sie hatte Angst. Angst, dass die Liebe zerbrechen würde wie ein umgefallener Spiegel, sobald sie dem Blonden erlaubte sie zu ficken.
In den Abkühlungsphasen nach den Pettingaktionen unterhielten sie sich anfangs nur über Alltägliches und ihre Gefühle. Doch mit der Zeit wurden die Gespräche interessanter!

Als Z’Ador den Laptop ausschaltete, wusste er wie er Pazuzu auf die Spur kommen konnte. Und dass er vermutlich für das Auslöschen des Dämons unerwartet viel Hilfe bekommen würde.
Er musste diesen Magus kontaktieren.
Der Nachtflug nach London war relativ schnell gebucht…… er tat es nebenher während er seine Kois fütterte.
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Und während Jamie unruhig auf seinen Gefährten wartet………..
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Nächtlicher Besuch

Jamie betrachtete die ziemlich schwarz gewordenen Bananen – da hatte er wohl einfach zu viele gekauft! An sich waren die immer schnell weg. Ebenso wie die Erdnussbutter.

Um sie nicht wegwerfen zu müssen, beschloss der Magus eine Bananenmilch draus zu mixen, und begann sie zu pürieren. Verdammt, draußen begann es bereits zu dämmern!
So allmählich sorgte er sich. Isar hätte längst zurück sein müssen. Oder hatte er ihn falsch verstanden?

Nach dem Liebesspiel am Morgen hatten sie geduscht und noch ein gemeinsames Frühstück eingenommen, und sein Gefährte war aufgebrochen den Focus zu besorgen. Nein, er hatte nicht gesagt wie lange das dauern würde aber Jamie hatte nicht das Gefühl gehabt, dass das nun ein besonders schwieriges Vorhaben sei und ihn relativ schnell zurück erwartet.
Er fühlte sich im Druck.
Er musste noch so vieles erledigen!
Jamie schüttete das Bananenpüree in den Mixer und warf eine Tüte Vanillezucker dazu, während er die Milch darüber goss fluchte er leise.
‚Ich habe keine Ahnung ob der Anker den ich für Sig gemacht habe auch funktionieren wird!‘
Das Ding sah unspektakulär aus. Auf den ersten Blick war es ein Photo. Die Vorderseite zeigte Minnie, die Rückseite Zachary.
Es war auf harten Karton gedruckt, der unten ein Loch eingestanzt hatte, so wie die Passbilder auf uralten Ausweisen.

In dem Loch befestigt war eine kurze Silberkette mit einem Anker daran. Wenn Sig diesen Anker auf eine gewisse Weise reiben würde, die er ihm noch erklären musste (weshalb er den Wolf dringend aufsuchen sollte), dann wären sowohl der Toreador als auch das „Mädchen“ magisch an dieses Foto gefesselt. Sie würden sich automatisch nur noch da aufhalten können wo auch das Bild war. Und zwar so lange bis Jamie den Zauber aufheben würde oder Sig den Anker erneut in gegenläufiger Richtung rieb. Die Herstellung hatte Jamie Tage gekostet! Und so war viel zu viel Zeit vergangen.
Zach war dabei auszubrennen………..und Pazuzu würde nicht mehr lange bereit sein abzuwarten das der Magus sich mit einem guten Plan melden würde! Er durfte auf gar keinen Fall Verdacht schöpfen, nur weil zu viel Zeit verstrich!
In seine Gedanken über die Zeit und das Brummen des Mixers hinein schallte ein dumpfes Klopfen.
Oder?
Sein Finger löste sich vom Mixerknopf und sein Kopf wandte sich zur Tür.
Isar wohnte hier, der würde nicht anklopfen! Tat er nie. Und Jamie erwartete doch niemanden! Er hatte sich das sicher eingebildet.

Inzwischen war es dunkel geworden. Jamie’s innere Unruhe stieg, und er zuckte zusammen als es erneut klopfte, diesmal nachdrücklicher. Zeitgleich ertönte ein „Hallo? Jemand zuhause?“

Die Stimme war eine von der Sorte die, wenn sie gesungen hätte, sich wohl als klarer Tenor entpuppt hätte. Kraftvoll, nicht sehr dunkel, dennoch deutlich männlich.
Stirnrunzelnd machte Jamie die wenigen Schritte zur Türe und öffnete sie einen Spalt, spähte misstrauisch hindurch.
„Ja bitte?“

Nächtlicher Besuch 1

Das weissblonde Individuum vor ihm war ihm gänzlich unbekannt.
„Z’Ador Flame. Guten Abend. Sie sind Mr. Journalist, nicht wahr?“
Der Magus nickte verblüfft.
„Guten Abend Mister Flame. Was führt Sie her?“
„Meine Sorge um die Welt wie sie ist, Sir. Wir sollten uns unterhalten.“

Jamie stand nicht auf kryptische Andeutungen. Der Mann wirkte jung, fast androgyn und aalglatt. Er war auf eine sonderbare Weise attraktiv, strahlte dabei aber eine unglaubliche Kälte aus. Ihm war noch nicht ganz klar was er da vor sich hatte, aber ein „simpler Mensch“ war das definitiv nicht.
„Viele Leute sorgen sich um die Welt und kommen dennoch nicht auf den Gedanken mich aufzusuchen, Mister Flame. Geht es auch etwas genauer?“
Ein trockenes „Sicher. Wenn Sie mich hineinbitten würden…..!?“
Und dann traf Jamie eine sanfte Welle von Präsenz.
Die er sofort erkannte, da er sie bei Zach oft genug erlebt hatte. Seine Vernunft sagte ihm glasklar, dass er never ever so begeistert auf einen völlig Fremden reagieren würde. Also ignorierte er dieses begeisterte „Fan Gefühl“ und kniff die Augen zusammen.
Na gut. Der Typ hatte weder Manieren noch schien er Skrupel zu haben. Dann also Klartext!
„Mr. Flame……..ich habe keinen Dunst welcher Blutlinie Sie angehören mögen, oder wie Sie mich gefunden haben, noch was Sie von mir wollen. Aber eines sollten Sie wissen: Der Versuch mich zu manipulieren wird Ihnen eher meine Ablehnung einbringen und Ihnen meine Tür verschließen!“
Innerlich kämpfte er gegen den emotionalen Impuls den Mann zu umarmen und ihn herein zu bitten.

Die weissblonde Braue auf der gar nicht vampirhaft blassen Stirn hob sich leicht nach Spock-Art.
„Faszinierend! Sie sind heller als ich dachte. Meine Blutlinie tut hier nichts zur Sache, Magus!“
Jamie fühlte die Welle abebben und die Begeisterung im Inneren abflachen.
„Also, worum geht es, Sir?“
„Ich möchte mit ihnen über Pazuzu sprechen. Und über Minnie und ihren blonden Verehrer!“

Jamie’s Unterkiefer klappte hinab.
Z’Ador konstatierte, dass der Magus ihn exakt sieben Komma drei Sekunden leicht dümmlich anstierte.
Dann öffnete er mit einem „Scheisse verdammt“ die Tür und machte eine einladende Handbewegung in Richtung Küchentisch.

Die Unterredung mit dem True Brujah.jpg
Jamie war sich nicht bewusst laut gedacht zu haben „John hat wohl recht…….ich bin irgendwie ein verbindendes Element in dem Ganzen!“
Erst die Reaktion des Vampirs verriet ihm dass sein Gedanke tatsächlich gemurmelt gewesen war, und Jamie ermahnte sich selbst zur Konzentration.
„John? Ach ja stimmt, Watson ist ja auch engagiert! Ventrue haben selten recht! Aber gut, auch blinde Hähne finden mal ein Korn, in diesem Fall stimmt es wohl. Ich möchte meine Hilfe beim Kampf gegen die Dämonen anbieten, Mr. Journalist!“
Der Magus erkannte einen ganz gelinden Ausdruck von Abscheu als der Vampir „Ventrue“ sagte.
Was konnte er schon anbieten? Und was wusste er?
Die Sorge um Isar trat angesichts dieses mysteriösen Besuchers in den Hintergrund.
„Also gut. Ich höre, Sir………..!“

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Ich hoffe ich konnte irgendwem damit ein wenig Kurzweil bescheren. Und wenn nicht – naja dann ist es halt für die Nachwelt im Netz! 😉

Und hier noch einige Pics vom neuen Vampir, allerdings nicht ‚in character‘,  sondern völlig ohne Zusammenhang zur Story. Mir war einfach nach wild herum knipsen und dabei entstanden dann diese drei Bilder.

why

Swords to plowshares

Nightly Revenge

 

Verliert Deutschland den Verstand?

Wir galten mal als das Land der Dichter und Denker.

Ich fürchte wir sind davon weiter entfernt denn je! Heute fand ich auf Facebook einen Eintrag der Seite „Enough is Enough, open your mouth“, die sich eigentlich für die LGBT Community einsetzt, folgendes:

Böhmermann Naidoo

Meine Güte! Ich kann mir nicht helfen aber………ich glaube Deutschland verliert allmählich den Verstand. Sicher, Naidoo hat eine sehr subtile und intelligente Art von Ironie, Sarkasmus und manchmal auch Zynismus. Man muss denken können um seine Texte nicht falsch zu verstehen.
Und die Idioten die nur an dumpfe Parolen gewöhnt sind, die hören wohl auch dumpfe Parolen wo gar keine sind!
Naidoo und rechts – dass ich nicht lache! Naidoo ist so weit von rechts entfernt wie ein Einhorn von Gozilla!


Und das irgendjemand Böhmermann lustig findet habe ich noch nie wirklich verstanden. Was kann der Mann denn, ausser auf sehr kreativem Niveau Schläge unter die Gürtellinie verteilen?
Dass die Seite Enough is Enough nun auf den Böhmermann Zug mit aufspringt, sorgt dafür, dass ich sie nicht mehr abonniere. Und wenn sie noch so sehr für die Rechte der LGBTI Community kämpft, welche mir ja wahrhaftig am Herzen liegen.
Armes Deutschland, echt! Daumen runter für alle die wahrhaftig glauben das Naidoo ein Volksverhetzer sei!

Es macht mich traurig, dass ein Mensch der so tiefsinnig und sensibel für völlig korrekte Ziele kämpft wie Xavier Naidoo, mehr und mehr missverstanden wird weil das geistige Niveau in diesem unserem Lande offenbar unter eine Marke gesunken ist, wo die breite Mehrheit nur noch in Stammtischparolen denkt und Parteien wie die AfD Zulauf haben.

Naidoo hat auf einer Reichsbürgerversammlung gesungen? Ich habe nicht recherchiert ob das stimmt. Wenn es aber stimmt, dann hat er es mit Sicherheit nicht getan weil er einer wäre, sondern weil er sich bewusst ist wie man die Höhle des Löwen betritt um sie zu unterwandern.

Ich spreche Böhmermann nicht seine Intelligenz ab. Ein Mann mit dieser Rhetorik muss intelligent sein. Ich würde mir nur wünschen er würde sie nutzen indem er nicht nur seinen Verstand sondern auch sein Herz in den Kreativitätsprozess mit einbindet. Denn dann würde auch er die feinen Nuancen erkennen, die zwischen weiss und schwarz liegen. Und aufhören unter dem Deckmantel von Comedy und Satire auf alles drauf zu hauen, das einen Grauton anstelle von klarem Weiss oder Schwarz hat.

Von Japan nach Westafrika!

Es macht Freude, Bilder mit Liedern zu verbinden. Und weil es solche Freude macht, und ich ein großer Fan von afrikanischer Musik bin, lag eigentlich nichts näher als meine schwarze Schönheit zu aktivieren und mit ihr ein wenig in die Savanne zu gehen um dort Bilder zu schießen.

Savannah

Viele Menschen machen sich gar keine Vorstellung von der unglaublichen Vielfalt der afrikanischen Musikstile, besonders wenn man es pan-afrikanisch betrachtet. Es ist nun mal ein großer Kontinent mit extrem vielen Ethnien.
Und jede Ethnie hat ihre musikalischen Besonderheiten – egal ob es sich um eher traditionelle Weisen handelt, also dem was wir hier als „Volksmusik“ bezeichnen würden, oder ob es Afro Pop, Afro Rock oder ein mixed Genre ist.

Die Zahl der Berühmtheiten, die bereits mit dem ein oder anderen afrikanischen Sanges-Star zusammen produziert haben, ist viel höher als man glaubt. Sicher, selten schafft es eine solche Produktion ins Radio und schon gar nicht in die Charts (so wie „7 Seconds“ dazumal. 1984 stürmte Youssou N’Dour zusammen mit Neneh Cherry damit ja die Charts, in denen es gleich europaweit mehrere Wochen blieb. Am längsten in Frankreich mit 16 Wochen!).
Ein anderes Beispiel ist Peter Gabriel, und das wiederum mit Youssou N’Dour, „Shaking The Tree“.  Was aber kaum jemandem bekannt ist, ist die Tatsache, dass Peter Gabriel ein Album aufgenommen hat und auch ein Plattenlabel gründete,  in dem es ausschliesslich um „Weltmusik“ geht.

The Lodge

(Tante Wiki sagt hierzu: „Gabriels großes Interesse an Weltmusik seit seinem dritten Album ließ ihn das Projekt WOMAD (World of Music, Arts and Dance) ins Leben rufen, bei dem Musik, Kunst und Tanz aus verschiedenen Kulturen aufgeführt werden. Das erste WOMAD-Festival fand im Jahr 1982 in Shepton Mallett, England statt. Bis heute folgten rund 145 Veranstaltungen in 22 verschiedenen Ländern.

Ende der 1980er Jahre gründete Gabriel die an sein gleichnamiges Plattenlabel gekoppelten Real World Studios, um unbekannte Künstler aus fremden Kulturen in die Musik der westlichen Kultur zu integrieren. Die Studios befinden sich in einer alten Mühle im Dorf Box in der Grafschaft Wiltshire und dienen Musikern aus aller Welt als Sprungbrett, um ihre Musik in Gebiete und Kulturen zu bringen, die sie selber nicht erschließen können, speziell in die Vereinigten Staaten, in denen Musik aus Afrika, Asien und Lateinamerika selten über die gängigen Sender verbreitet wird. Bekannt geworden sind dadurch Musiker wie Yungchen Lhamo, Nusrat Fateh Ali Khan und Youssou N’Dour.“)

Ich selbst habe etliche CDs vom Real World Label, und da sind wahre Perlen dabei. Aber genug abgeschweift…………

Africa

To make a long story short: Es gibt einen Haufen verschiedenster afrikanischer Stilrichtungen. Und ich mag verdammt viele davon. Das beginnt in Nordafrika mit dem Rai und endet bei einer südafrikanisch-westlichen Melange wie sie beispielsweise Johnny Clegg und seine Band Savuka produzieren.
Dazu kommen dann noch die karibischen Musikstile, die ja im Grunde von den aus Afrika verschleppten Sklaven ‚erfunden“ wurden und sich häufig mit lateinamerikanischen Einflüssen vermengten.

Ich könnte also locker jeden Tag einen afrikanischen Sänger vorstellen, der zu meinen Favoriten gehört, und hätte ein bis zwei Monate täglich was gepostet 🙂
Eine Weile war ich sogar im richtigen Leben an Wochenenden als DJ für „afro-karibische Nächte“ unterwegs……. aber….. das ist lange her! Nun gut, ich möchte Euch jetzt einen meiner Alltime Favoriten unter den afrikanischen Stars vorstellen, und ich tue das indem ich einfach den youtube Link unter die Bilder poste.

Die Ausdrucksfähigkeit seiner Stimme begeistert mich immer wieder aufs Neue, je nachdem welches Lied er singt, hat sie eine völlig andere Farbe.

Dream-Escapes

ISMAEL LÔ
…ist Sänger und Schauspieler, lebt im Senegal und ist Sohn eines senegalesichen Vaters und einer nigerianischen Mutter. Er singt in verschiedenen afrikanischen Sprachen, die meisten seiner Lieder sind aber in „Wolof“, der Sprache der im Senegal mit am stärksten verbreiteten Ethnie.

In „Jammu Africa“ geht es um Frieden in Afrika. „Jamm“ ist das Wolof-Wort für Frieden.

In „Souleymane“ besingt er den Schmerz über das Zerbrechen einer Männerfreundschaft……… Souleymane ist berühmt geworden und hat für seine alten Freunde kein Auge mehr. Mich beeindruckt besonders die Art, wie gegen Ende des Songs die Verzweiflung immer deutlicher hörbar wird.

In „Nafanta“ spricht er mit Fanta, einer Frau, welche über den Tod von Bintou weint. Dennoch ist dieses Lied ein gutes Beispiel dafür wie anders der Tod wahrgenommen wird, denn die Melodie sowie der Rhythmus sind äußerst beschwingt.

Sandstorm

Und jetzt möchte ich zwar in Westafrika bleiben, Euch aber einen ganz anderen Stil präsentieren:

ROKIA TRAORÉ
…ist eine Frau aus Mali und gehört der Ethnie der Bambara an. In vielen Westafrikanischen Kulturen gibt es eine Sängerkaste. Rokia gehört dieser Kaste nicht an, weshalb sie es nicht leicht hatte ihren Traum zu leben und zu singen. Ihre Eltern waren strikt dagegen, dass sie eine „Griotte“ wurde, oder wie es in Bambara heisst, eine „Jeli“. 

Die Westafrikanischen Sängerkasten haben traditionell die Aufgabe eines Historikers. Da bis zur Kolonialisierung die wenigsten Sprachen eine Schriftform hatten, und es somit auch keine Geschichtsbücher gab, waren es die „Griots“, die die Historie einer Ethnie oder eines gesamten Landstrichs in ihren Liedern festhielten. Noch heute gibt es das Sprichwort „wenn ein Griot stirbt, ist es als brenne eine ganze Bibliothek ab“.

Nun, Rokia hat sich gottseidank durchgesetzt. Sie singt häufig über soziale oder auch feministische Themen und bezeichnet ihren eigenen Stil als „zeitgenössische Musik aus Mali“, ich persönlich finde aber, dass sie von den Rhythmen und auch von der Harmoniegebung her sowie vom Instrumentarium doch sehr dicht an dem was ich an traditionellen Weisen aus Mali kenne, bleibt. Im Afropop bedient man sich doch eher selten einer Kora oder eines ähnlich traditionellen Instruments….

Fragt mich nicht worum es genau in dem Song geht, grins…………ich spreche kein Bambara. Und ich konnte auch keine Quellen finden. (Was nicht heisst, dass es keine gäbe. Aber es ist schon spät und ich bin eine faule Socke. Ich höre Rokia oft und gerne zu, und Musik braucht zuweilen auch gar keine Worte….)

Hierzu gibt es die Übersetzung ins Englische eines Kommentators des Videos. Falls Ihr also wissen mögt worum es geht, ruft es auf Youtube auf 🙂

So. Für heute soll das genug sein. Ich verabschiede mich mit dem Rest der Bilder von der Sim Devin2, die mit vereinzelten Eukalyptusbäumen nicht wirklich authentisch afro ist, aber doch ausreichend „savannisch“ für meine Bilder war 🙂

Shelter

Solitude

Wildlife

Michaela, japanische Bands und meine Bilder…….:)

Ich schlafe schlecht in der letzten Zeit. Kann daran liegen, dass schon seit über einer Woche die Heizung hier im Haus kaputt ist. Totalschaden. Dauerte lange das heraus zu finden. Nun weiss es mein Vermieter. Der Arme. Sie ist erst drei Jahre alt.
Am Dienstag und Mittwoch wird die neue Heizung installiert. Also muss ich noch eine Weile weiterfrieren.
Den Wohnraum heize ich notdürftig mit einem elektrischen Heizlüfter. Wenn ich an meine Stromkosten denke, wird mir übel.

Kann aber auch andere Gründe haben, dass der Schlaf mich flieht.

Was tut man dann? Man hockt am Computer. Und hat viel Zeit. Auch um mal in Michaelas Songvorstellungen ihrer japanischen Bands reinzuhören.

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Henne oder Ei? Also eigentlich war zuerst das Bild da. Ich hab einen alten Avatar ein wenig umgestyled. Und mir war so asiatisch zumute, gleichzeitig aber auch irgendwie androgyn und mystisch……….was soll ich sagen? Ich brauchte einen Kontrast zu dem absolut niedlichen Aussehen meines Avatars, und legte die Wunden über das Bild.

Und dann suchte ich nach Musik welche ich für das Bild in meiner Flickr Gruppe „Pics’N’Tunes in Second Life“ verlinken konnte. Es sollte japanisch sein. Und es sollte brutal sein. Was liegt da näher als bei Michaela zu recherchieren?

Ich entschied mich für Saku von Dir En Grey. Die unzensierte Version.

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Die ich ohne Michaela niemals entdeckt hätte.

Hier noch ein paar der Bilder der Fotosession ohne tiefsinniges Gegrowle……….

Ich wollte, es wäre nicht so verdammt kalt!

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Danke Michaela 😉