Kap38: Fortsetzung

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((sorry liebe Leser, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten herrscht in diesem Beitrag absoluter Bildermangel. Irgendwie hab ich irgendwas by accident gelöscht…..na damit leben wir jetzt!))

„…. aber wie man das Vieh heraus bekommt, weiss noch keiner!“

Jamie bewegte den Kopf langsam hin und her. Ja, vermutlich konnte man diesem Satyr vertrauen. Doch eine letzte Probe verlangte der Verstand. „Nenn‘ mir einen einzigen plausiblen Grund, warum ich Dir vertrauen sollte!“
„Weil ich aus der Zukunft komme, Marty?“
Der Magus musste wider Willen lachen. Der Unterschied zwischen einem erdgeborenen Satyr und einem der wie Isar als umbrageborener eine Ausnahme war, wurde hier sehr deutlich. „Okay, beantworte mir noch eine einzige Frage!“
Ein freundliches Nicken war die Reaktion, einhergehend damit das er sich den Rest seines Bagels in den Mund stopfte.
„Hat Oberon ihn……….in seine jetzige Hülle gepackt?“ Auf das Wort Welpe verzichtete er ganz bewusst.

Noch kauend schüttelte der Satyr erst einmal den Kopf, schluckte grinsend und als er wieder deutlich sprechen konnte, sprach er ruhig „Nein, er hat keine Ahnung wo er gelandet ist. Klar ist, dass das Vieh ihn rausgeschmissen hat. Big O. meint, dass es wahrscheinlich sein Seelentier sein wird und wir also nun auf der Suche nach ’nem Zwergdackel sind.“

Jamie lupfte eine Braue. „Zwerdackel eh? Aha.“ Dann liess er den jungen Faun los, streckte sich, legte den Kampfstab ab (allerdings griffbereit halb hinter sich auf den Boden), „Und – was hält Ketsuro auf? Oder Nguyen, wie auch immer die Gute heissen mag……. ich habe nämlich durchaus Hinweise wo ich Wings of Ether finden könnte. Aber ich muss ein Versprechen einlösen, bevor ich loslegen kann. Und dazu brauche ich die Kleine!“
„Keine Ahnung, Mann! Ich bin ja auch gerade erst angekommen, wie Du ja gemerkt hast!“.

Nickend spähte Jamie aus dem Fenster, doch von der Asiatin war nichts zu sehen. Er wurde unruhig. Er war nicht der Typ, der Versprechen brach. Aber je mehr Zeit verging, desto wahrscheinlicher verlor sich die Spur des Wolfs mitsamt dem Welpen! Es war immer noch nicht erwiesen, dass er nicht träumte, und im Traum verging Zeit anders. Allerdings mehrten sich die Hinweise dafür, das dies real und er wach war. Auch wenn er sich immer noch nicht erklären konnte, wie er auf einmal in die völlig andere Kleidung geraten war, und wo der dicke Zauberstab her kam. Im gleichen Moment, fühlte er Red’s Versuch telepathischen Kontakt aufzunehmen. Für einen kurzen Augenblick schloss er die Augen und knüpfte seinerseits die Verbindung zu Red.

passt es? — passt was, Red? — Der Mantel und die Rüstung, die ich Dir gesandt habe…– Du hättest es mir vorher kund tun können, ich bin völlig desorientiert, vor allem weil ich hier mit einem Fey hocke, der behauptet er sei der Cousin von Isar. — Verstehe. Hast du schon…..? — Nein, scheinbar bin ich versetzt worden……Red, nix für ungut aber ich kann jetzt nicht lange mit dir reden, ich mag das nicht nach aussen tragen. Aber wenn ich ihn noch länger anschweige, fällt es auf. Danke für die Rüstung!……– Schon gut Jamie. Pass auf dich auf!

Der Satyr schien von seiner telepathischen Unterhaltung nichts bemerkt zu haben. „Wie soll ich Dich nennen, Mann?“
„Deinen Namen kenn‘ ich. Ich bin Shan. Oder – wenn man’s pompös will – Forest Fire.“
„Die geheimen Namen sollten wir schonen, Shan!“, ein zögerliches Grinsen, als ihm eine Idee durch den Kopf schoss, „also, wenn Ketsuro nicht auftaucht, dann ist es eventuell ein Glücksfall, dass Du nach NY durftest. Du bist n Satyr – da dürfte es Dir nicht schwer fallen, ihren Platz einzunehmen……“ Jamie streifte sich die Handschuhe ab, sein Vertrauen zu Shan war nun ganz und gar hergestellt.

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„Hey, ich habe keine Ahnung was die Lady von Dir wollte. Aber so lange es kein Ausdruckstanz oder das Programmieren Deines Festplattenrecorders ist, kann ich damit klar kommen!“
Der Magus grinste ihn schräg von der Seite an und brummelte: „Ganz einfach: Ich habe einen Hamster im Hirn. Der rennt dort Tag und Nacht in einem Hamsterrad herum, was mich ziemlich irre und nervös macht, mh? Bevor ich mich auf Zwergdackelsuche begeben kann, muss ich den Nager aus meinem Schädel kriegen! Und das geht am besten mittels eines ‚Hören und Sehen vergehen Ficks‘, DAS ist, was ich von Ketsuro wollte.“

Shan imitierte sehr gekonnt das Latino-oh-no-no mitsamt Kopfbewegung und wackelndem Zeigefinger. „Nun sag nicht, Du gehst davon aus, nur weil ich ein Satyr bin, wäre ich promisk! Das wäre ganz schön rassistisch!“ Was auch immer dieser Fey war, er war offenbar sehr mit der offended-culture dieser Zeit vertraut!
Jamie erlag erst einmal einem Lachflash. Dann ließ ihn die ihm eigene Diplomatie (man kann über alles reden, Wolf!) samft mit dem Zeigefinger über das Gurtzeug von Shan fahren, wobei er raunte „Würde ich nur promiskuitive Subjekte poppen, wäre ich chronisch overworked und dafür doppelchronisch underfucked. Die Frage ist nicht, für was ich Dich halte, oder ob ich ein Moralapostel bin. Die frage ist ob Du mir helfen willst, Wings zu finden, indem Du mir hilfst mein Versprechen einzuhalten das ich gab. Ich versprach, nicht loszugehen bevor ich mich mit einem guten Fick geerdet hätte.“

„Dein Glück. Natürlich bin ich promisk. Ich bin ein verdammter Satyr, Mann. Das ist unser USP.“
Erneut wurde Jamie von einem heftigen Lachanfall geschüttelt, knuffte den Satyr freundschaftlich gegen die Brust und wieherte „Leg das Schwer ab, Shan! Und den Handschuh mit den Dornen! Mir ist heut‘ nicht nach Schmerzen…………“, dann erhob er sich, legte gelassen seine Kleidung ab und plumpste nackt aufs Sofa. „Es scheint nichtmal Vorhänge zu geben. Falls da draußen jemand glaubt, uns zugucken zu müssen werden wir Eintritt verlangen. D’accord, Du Muster an unverholener Promiskuität?“

„Es wird niemand kommen. Und wenn, wird er uns nicht sehen. Ich bin gut in dem was ich tue. Oder was möchtest du, das jemand von aussen sehen kann? Kämpfende Raptoren? Benedict Cumberbatch unter der Dusche? Diese Tante die Black Widow spielt mit diesem Typen aus Thor?“
„Soll mir recht sein, wenn Du uns verbergen kannst! Wäre mir aber auch völlig wumpe, wenn es jemand sähe. Mein innerer Exhi hätte lediglich ein Freudenfest. Wie das allerdings käme wenn jemand einen Satyr sieht, ist eine ganz andere Frage!“, er lachte dunkel und beäugte den jungen Satyr. „…da dachte ich ich krieg heute n Schlitz…….. und dann sowas!“…..doch sein Tonfall klang nicht im Mindesten bedauernd, er streckte einfach nur einladend die Hand nach Shan aus. „Komm her! Du wirst mich auf Touren bringen müssen, denn dieser Hamster im Hirn lenkt mich arg ab. Noch………!“

Shan runzelte leicht die Brauen. „Alter, auch noch Wünsche äußern? Ich hätte auch lieber Rihanna…….singst Du wenigstens?“ Mit klackenden Hufen und einem Grinsen schlenderte er mit diesen Worten zur Couch um sich neben Jamie niederzulassen.

Im gleichen Moment indem er sich auf die Sofakante setzt und Jamie in die Augen sieht, hörte man ein Klackern am Schloss, dann wurde ein Schlüssel gedreht, und Ketsuro huschte in den Raum. Jamie verdrehte leicht die Augen. Sie hatte sich umgezogen. Ein Jogginganzug. Hufe. Hörner. Er hätte es wissen können. Der Magus war über den Punkt hinweg an dem man sich immer und immer wieder verblüffen kann. Sie warf ein „Guten Abend, Jungs!“ in den Raum, nicht im mindesten verblüfft, Shan hier zu sehen. „Mann bin ich platt!“. Mit diesen Worten liess sie sich auf das Sitzkissen fallen und strahlte die beiden an.

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Es dauerte nicht lange, bis sie realisierte, dass Jamie offenbar ‚Ersatz‘ für sie in Shan gefunden hatte, und ein fröhliches Geplänkel wurde gestartet. Ketsuro schlug vor die beiden alleine zu lassen, wolle aber dann für das entgangene Geld eine Mietaufwandsentschädigung haben. Shan wiegelte ab und brummte Jamie habe ja doch eh viel lieber nach einem Schlitz verlangt. Die Worte flogen hin und her, und irgendwann erhob sich das Mädchen (von dem Jamie nun immer noch nicht wusste ob sie Japanerin oder Vietnamesin war, Ketsuro oder Nguyen hiess), und liess die Hüllen fallen, worauf hin Shan feststellte das er mit seinem aus grobem Stoff gefertigten thongartigen Slip absolut overdressed sei.

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Während Ketsuro hinter ihn kniete und ihm die Thongbändel aufschnürte, begann Shan’s Hand den Hamstermagus langsam zu kosen. Eins ergab das nächste. Und knappe zwei Stunden später war Jamie so entspannt wie man es nur nach einem fröhlichen Dreier mit zwei Feys sein kann…………(nicht das er je zuvor einen erlebt hätte, aber Satyre haben nun einmal wirklich mächtig was zu bieten, in Liebesdingen.)

Beide Feys waren nach dem ausgedehnten Spiel nicht müde sondern eher erfrischt, so wie Jamie das auch von Isar kannte. Während Ketsuro sich, wie sie sagte, „nach unten“ zu einer Freundin begab, lungerte Jamie nur noch halbwach mit Shan auf der Couch. Und so sehr Shan ein völlig anderer Typ als Isar war – etwas schienen sie zu teilen: Eine gewisse Fürsorglichkeit im Bezug auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln.

„Ich werde zwei große Teller Shawarma besorgen, damit Du Dich nach dem Aufwachen stärken kannst!“

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(Quelle: Wikipedia)

Jamie hatte ihm leicht gerührt den Kopf gewuschelt und sich dann müde und matt auf dem Sofa zusammengerollt.  Was Shawarma war, wusste er nicht, aber es würde sicherlich schmecken, er war ja nicht sehr wählerisch. Und eine Überraschung zum Frühstück schadete bestimmt nicht!

Sobald er geschlafen hatte, würde ihn nichts mehr davon abhalten Isar suchen zu gehen.

Auch wenn er nicht die geringste Ahnung hatte, wie man den Wyrm aus Isar’s eigentlichem Leib vertreiben sollte. Im Notfall würde er für immer und alle Zeiten einen Hund haben. Aber darüber dachte er lieber jetzt nicht nach – der Hamster schlief gerade so fein!

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