SL Machinima mal anders….

Normalerweise bin ich kein Fan von Second Life Machinimas.

Warum?
Weil das was man auf Youtube findet meist schlicht platt und nichtssagend ist. Es gibt eine Unmenge an „wir trollen durch SL“ Vids.
Eine weitere Unmenge an „ich kann zwar nicht filmen weil ich keine flycam habe, aber ich nehme meinen Avatar beim Tanzen auf“ Vids.
Nicht zu vergessen die Unmenge an „how to copybot mit illegalen Viewern und andere Beispiele inakzeptablen Verhaltens“ Vids.

Klar, es gibt auch die wirklich guten Dokumentarvideos, wie die unzähligen Filme von Draxtor Depres oder Strawberry Singh. Aber die sind für mich eben eher Dokus als Machinimas.

Und last not least findet man die seltenen Perlen von Usern die erstens über das richtige Equipment verfügen, es zweitens zu nutzen wissen und drittens wirklich gute Ideen für ihre Videos haben – kreativ, innovativ und mit viel Fantasie.
Die mag ich!

Gerade eben nun habe ich auf Flickr ein Video entdeckt, dass erst kürzlich entstanden ist und mich sowohl technisch als auch vom Inhalt überzeugt. Und ganz anders ist als alles was ich bisher an SL Filmmaterial sehen durfte!
(Okay, damit es inhaltlich an einen geht, muss man wohl eine etwas spirituelle Seele haben, das ist wie immer Geschmackssache.)

Hier isses:

Die musikalische Jugend

 

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An manchen Tagen, so wie heute, treibt es mich in meine früheste Jugend zurück. Rein musikalisch.
Dann logge ich mich bei Spotify ein oder besuche Youtube, und haue mir ne Weile die Sachen auf die Ohren, die ich zwischen 14 und 20 bevorzugterweise hörte.

Damals.
Als ein Cassettenrekorder noch ein kleiner, eckiger Kasten war der Mono Geräusche von sich gab, und vor dem man stundenlang lauerte um die Lieblingshits aus dem Radio aufzunehmen. (In die der Moderator unweigerlich reinzuquatschen pflegte, was einem dann die Zornesröte ins Gesicht trieb.)
Pssssst Mama, ich nehm doch auf!
Damals.

Als man sich wie ein König fühlte, wenn das Christkind endlich den ersehnten Plattenspieler brachte, dessen Deckel eine Box war. Und bei dem man ein Lied nur wiederholen konnte, indem man mehr oder weniger geduldig jedes mal hin spurtete um entweder akribisch sorgsam den Tonkopf mit dem Hebel zu lupfen und ihn auf die Stelle zwischen zwei Tracks zurückfallen liess, oder sich den Hebel schenkte und es einfach manuell tat – was dem Schellack/Vinyl unweigerlich nett knackende Gebrauchsspuren zufügte, und den Diamanten auch nicht unbedingt sterberesistenter machte.

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Damals – das begann 1975. Etwa zu der Zeit als ich anfing zu rauchen um der ganzen Welt zu beweisen, dass ich ja soooo erwachsen sei.
Aber bereits damals lag mein Geschmack irgendwie weitab vom Mainstream.

Während die Schulkollegen Abba, Bay City Rollers und Suzie Quattro hörten, befasste ich mich mit Genesis, Jethro Tull, Cat Stevens (wie er damals noch hieß), Pink Floyd oder Neil Young.

Deren Alben sammelte ich mit wachsender Begeisterung.
Nie werde ich das Weihnachtsfest vergessen, bei dem ich plötzlich über drei Exemplare des Albums „Foxtrot“ von Genesis verfügte.

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(Ich hatte es einfach auf meinen Wunschzettel gepinnt. Da die Schenkenden sich aber nicht absprachen, bekam ich weder „Wind & Wuthering“, noch „Selling England by the Pound“. 🙂 )
Gottlob ließ das Problem sich damals lösen weil die überschüssigen zwei Foxtrotte in Geschäften gekauft waren, die den Weihnachtsumtausch ernst nahmen….

Meine Peers und ich hörten „Jesus Christ Superstar“ rauf und runter. Bis heute bin ich fähig, mindestens 90% der Lyrics auswendig abzurufen und laut mitzugröhlen. Was eventuell anwesende „Mitzuschauer“ zu Höchstleistungen im Palmenklettern anspornt. Aber damals war es einfach Hammer, wenn die gesamte Clique zu dem alljährlichen Osterausflug auf den Petersberg aufbrach, einen Leiterwagen mit Cola und Bier im Schlepptau, und laut „Nazareth your famous son should have stayed a great unknown, like his father carving wood…..“ und so weiter trällerte.
Später, wenn der Übermut dann dem Chillen gewichen war, gab es regelmässig Tränen bei Maria Magdalena’s „I don’t know how to love him“!

Und wenn wir JCS durch hatten, begannen wir entweder von vorne. oder aber wir hörten Queen und versuchten die uns umschwirrenden Bienen zu Bohemian Rhapsody mit leeren Flaschen abzutreffen.

Dann, mit fünfzehn die erste feste Beziehung! Und sie hielt sage und schreibe dreieinhalb Jahre lang. In einem Alter, wo andere die festen Partner häufiger als die Unterhosen wechselten! Darauf bilde ich mir bis heute was ein. Aye.

Zu dieser Zeit begannen Alben weniger interessant zu werden, denn nun gab es ja das Phänomen „unser Lied“. Jeder hat sie, die „unser Lied“ Sache. Jeder von uns hat Weisen im Kopf, welche ihn sofort an einen/eine Verflossenen/Verflossene erinnern. Bei mir waren das hauptsächlich zwei Tunes:

 

 

Ich kann mir nicht helfen, aber manchmal frage ich mich wo diese Künstler geblieben sind, die einen so derart eigenen Stil schaffen den man unter Tausenden erkennen würde, und deren einem bis dahin unbekannte Songs man einfach an der „Handschrift“ erkennen kann.
Sicher gibt es Songs in den Charts, die mir gefallen und die ich gern höre.
Aber irgendwie sind die so „austauschbar“ geworden. Bands wie Jethro Tull oder Genesis, Pink Floyd oder auch Queen hatten einen unverkennbaren Stil.

Und wie geht es Euch wenn Ihr an Eure musikalische Jugend denkt?

Mel bleibt.

Es wird mal wieder Zeit eins der Settings von offenschreiben aufzunehmen! Heute soll es die Nr. 49 sein, die da vorgibt:

Setting:

Dein/e Protagonist/in ist Musikerin. Mit seinem/ihrem Instrument kann er/sie eine Art Zauber heraufbeschwören, der alle in seinen Bann zieht. Dennoch spielt er/sie immer noch in einer kleinen Bar und bekommt einen Hungerlohn. Warum hat er/sie sich nie auf die große Bühne getraut? Was hält ihn/sie von seinem Durchbruch ab?

Gegenstände:

wackeliger Stuhl, dreckiger Boden, Schnapsflasche

Personen:

verzauberte Leute, Wirt, Frau mit Regenschirm

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Mel bleibt.

Das Geräusch ist nicht laut. Aber unbeliebt. Und allzu vertraut.
Es zerreisst einem keine Trommelfelle, aber Nerven.

Mel wendet den Kopf von seinem Monitor ab, dreht sich mit dem Schreibtischstuhl weit genug nach links um seine Gitarren sehen zu können. Es hilft nicht die Augen zusammenzukneifen, hier von der anderen Seite des Zimmers kann er nicht erkennen, welches seiner Instrumente betroffen ist.
„Ich wette es ist eine A-Saite“, murmelt er während er sich unwillig erhebt und näher geht.

Oh verdammt! Nicht die Konzertgitarre!
Der Musiker hat das Geräusch traumwandlerisch sicher als das Reißen einer Gitarrenseite identifiziert, allerdings ist es dann doch nicht die A- sondern die D-Saite, die nun schlaff nach unten hängt und nicht mehr mit dem Wirbel verbunden ist.
Ausgerechnet! Weder seine E-Gitarre noch die zwölfseitige Westerngitarre wird Mel heute Abend brauchen! Seine heissgeliebte Yamaha Konzertgitarre allerdings ist unabdingbar für den Freitag Abend Gig in Ed’s Bar. Und er hat keine Ersatzsaiten mehr.

Hilft nichts, er wird seine Tagesplanung umwerfen müssen und sich auf den Weg zu Magda’s Musikalienhandlung machen. Seit Wochen hatte er sich vorgenommen einen neuen Vorrat an Saiten zu besorgen, aber es kam wie es immer kommt: Irgendwas war permanent wichtiger gewesen. Vor drei Wochen hätte er Zeit und Muße gehabt, allerdings war sein Budget mal wieder total erschöpft gewesen – Ed ist  kein Krösus. Und auch wenn der Wirt der „Sound Spelunke“ Mel mehr als schätzte…. die Bezahlung ließ zu wünschen übrig.  An den Tagen mit Poetry Slams blieb sie völlig aus, da gehörte die Bühne den Möchtegern-Schreiberlingen, nicht den Musikern. Also sozusagen nicht einmal ein Vollzeit Engagement.

Es ist August. Und das ist ein Segen.
Erstens kann er auf die Straßenbahn verzichten und mit dem Rad zu Magda fahren, und zweitens ist der Sommer die einzige Jahreszeit in der Ed seinen Biergarten für Konzerte und Poetry Slams öffnet. Mel genießt es, nicht in der dunklen, nach abgestandenem Bier und verschütteten Drinks müffelnden Bar auftreten zu müssen, sondern seine Songs in lauer Sommenachtsluft darbieten zu können!

Mit einigen schnellen Schritten kehrt er zum Rechner zurück und schreibt die letzten drei Sätze seiner Absage an Sony.
„Wenn Ed endlich aufhören würde, Demotapes von meinen Gigs zu verschicken! Es wird Zeit das ich ihn mir nochmal kaufe!“

Die Absage gesellt sich nahtlos zu denen an Warner und MBM. Während der Rechner herunterfährt und der Monitor schwarz wird, gibt Mel ein leises Seufzen von sich. Es bricht ihm immer wieder das Herz. Natürlich will er Ruhm. Natürlich will er einen Vertrag! Natürlich will er ‚groß rauskommen‘, und  ausgerechnet von drei so berühmten Labels Vertragsangebote erhalten zu haben bauchpinselt ihn nicht übel.

Aber was nicht geht, geht nicht!

rocking soul

 

Während Mel in die Pedale tritt schwirren ihm Gedanken über die Vergangenheit durch den Kopf.
Anfangs war er nicht mehr als ein recht talentierter Hausgebrauchsgitarrist gewesen. Ed hatte ihm nach einem Probeauftrag hart aber herzlich mitgeteilt:
„Sorry Mel – für den Geburtstag meiner Oma würde ich fünfzig Euro springen lassen, sie würde Dich sicher anbeten. Aber in meiner Kneipe brauche ich Musiker, keine Möchtegerns! Geh‘ üben! In einem Jahr höre ich Dich gern noch einmal an.“

Während er seine Gitarren in den Koffern verstaut hatte, entstand aus Mel’s Enttäuschung ein dicker Frust. Und aus dem dann eine gelinde Wut. Genervt hatte er gegen eine am Boden liegende Rootbierflasche getreten – sie rollte ein Stück weg aber dabei machte sie ein sehr sonderbares Geräusch. Stirnrunzelnd wollte Mel sie aufheben als ein Poltern der Nebentüre ihn aufschauen ließ.

Sie war wunderschön. Fast zu schön um wahr zu sein!
Während sie ihren Regenschirm ausschüttelte und schließlich zusammen klappte, glitt sein Blick über die trotz Schirm durchnässte, weisse Hemdbluse.
Das sie keine Unterwäsche trug war unschwer zu erkennen. Man hätte denken können, sie wäre schnurstracks von einem „Wet T-Shirt Contest“ hergekommen. Nachdem sie den Schirm zusammengeklappt und in einen Ständer geschoben hatte, der ein rostiges Dasein unter den Haken der primitiven Garderobe fristete, trafen ihre Augen die des Musikers.
Ihm gefror fast das Blut in den Adern!

Die Augen der jungen Frau waren von einem leuchtenden Bernstein. Doch ihre Pupillen eindeutig nicht menschlich. Einem katzenartigen Raubtier hätten sie vortrefflich gestanden, lang und elliptisch.
„Du solltest nicht so roh mit meiner Behausung umgehen!“
Auch wenn Mel den Sinn der Worte nicht greifen konnte, die Stimme war dunkel, rauchig und auch wenn sie keinen erkennbaren Akzent sprach rollten die „R“ wie schnurrende Perlen auf einer Gebetskette durch ihre blasse, wohlgeformte Kehle.

„Bitte? Verzeihung ich………“
„Mein Heim. Die Flasche die Du gerade achtlos weggetreten hast. Darf ich mich vorstellen – Rinkaja, Dschinn der vierzehnten Begharl Dynastie, Tochter von Rahana und Tronkal Begharl.“
Mel schaffte es nicht seinen staunend aufgerissenen Mund wieder zu schließen.

Fast fährt er bei der Erinnerung gegen einen Laternenpfahl, erst im letzten Moment taucht dieser in seinem Bewusstsein auf und er bremst heftig, kommt schließlich schlingernd in Sichtweite von Magda’s Laden zum Stehen. Einige Passanten bedenken ihn mit Schimpfwörtern à la „Rad Rowdy!“

Zwei Sätze Saiten für jede seiner Gitarren sind schnell erstanden, als ihm Magda einen Chai anbieten möchte, stottert er etwas durcheinander eine lahme Entschuldigung und stürzt fast fluchtartig aus dem Laden. Die würzige Sommerluft tut gut. Tief einatmen!

Mel erinnert sich daran, wie er den Flaschengeist dabei beobachtet hatte in die Flasche zu schlüpfen, und dass er hernach vier Tage lang versucht hatte aufzuwachen obwohl er wach war.
Es hatte ihm natürlich keine Ruhe gelassen. Und so besuchte er eines Abends die Kneipe, trank ein Pils und spähte dabei nach der Flasche aus. Sie ruhte dicht neben dem Schirmständer. Während er so tat als wolle er das stille Örtchen aufsuchen, hatte er sie an sich genommen, und dann die Kneipe durch den Hintereingang verlassen.

Die „bezaubernde Rinkaja“ war nicht sonderlich begeistert, als sie zwei Tage später ihre Flasche verließ und sich unversehens in Mel’s Altbauwohnung wieder fand. Als sie so plötzlich aus einem magischen Licht- und Farbwirbel auftauchte, wäre er fast von dem wackligen Stuhl gekippt auf dem er hockte und einige Riffs übte.
Wütend hatte sie ihm erklärt, dass sie nicht aus Spass an der Freude in der Kneipe von Ed lebte, sondern weil dieser Platz seit Tausenden von Jahren das angestammte Reich der Begharls sei. Und an keinem anderen Ort könne sie ihre magischen Fähigkeiten nutzen! Er möge sie doch zurück bringen.

Mel jedoch war viel zu begeistert einen Flaschengeist zu „besitzen“ und hatte sich geweigert. Ein halbes Jahr lang lag die Flasche auf seinem Trophäenregal. Rinkaja jedoch hatte sich in der ganzen Zeit kein einziges Mal blicken lassen. Schließlich wurde es Mel langweilig, er hockte nächtelang vor der Flasche und bettelte sie solle sich zeigen – Nichts! Als er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, schrieb er ein Lied für die hübsche Dschinn, in dem er sie bat zu erscheinen.
Offenbar hatte das Wirkung, jedenfalls begann die Flasche zu beben und nach einigen Momenten mit Feenstaub in der Luft des bohemen Altbauzimmers, stand sie vor ihm. Nackt.

„Wenn Du mich nicht zurück bringst, werde ich nie wieder aus meiner Flasche hinaus können. Meine Magie reicht gerade noch um einmal zurück zu schlüpfen! Ich flehe Dich an, kerkere mich nicht auf Deinem Regal ein!“

Schließlich hatten die beiden einen Deal gefunden – recht clever hatte Mel die Schöne davon überzeugt, die ganze Nacht ausserhalb ihrer Flasche zu verbringen und mit ihm das Bett zu teilen.
Überraschend schnell hatte sie sich darauf eingelassen. Man trank eine Flasche Burgunder. Was dann genau geschehen war, vermochte der Gitarrist nicht mehr zu erinnern.

Nur das er nie wieder versuchen würde einen Flaschengeist zu beglücken, dieser Entschluss blieb fest in seinem Hinterkopf. Was auch immer geschehen war, es hatte ihm eine ganze Woche Schmerzen in den Kronjuwelen beschert!
Rinkaja jedoch schien von der Nacht so begeistert zu sein, dass sie ihm versprach sie würde ihn mit einem magischen Geschenk segnen sobald er sie zurück gebracht hatte. Er möge auf jeden Fall Ed noch einmal vorspielen.

Seltsamerweise war der Wirt einverstanden als Mel das vorschlug.
An jenem denkwürdigen Abend war die Kneipe brechend voll! Als Mel zu spielen begann, legte sich das Stimmengewirr der Gäste jedoch in Windeseile. Es gab nicht einen einzigen Gast, den alten Ed einbegriffen, der nicht völlig verzaubert dem Spiel des Musikers gelauscht hätte. Wie in einem Bann, begannen die Augen des Publikums zu leuchten und ihre Herzen für den jungen Songwriter zu brennen! Nie würde er den frenetischen Applaus vergessen. Und auch nicht die unglaubliche Müdigkeit, die ihn nach der vierten Zugabe ergriff.

Mel hatte es versucht………aber an keinem anderen Ort als in Ed’s Kneipe reagierten die Zuhörer in dieser Weise. Weder wenn er versuchte als Straßenmusiker sein Budget aufzupeppen, noch in anderen Lokalitäten. Nein, er würde Ed nicht verlassen können! Er musste wirklich daran denken dem Wirt klar zu machen, dass er aufhören musste seine Gigs aufzunehmen und Demo Tapes zu verschicken!

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(Natürlich hat die Frau auf dem Bild keine Katzenaugen. Ganz einfach deshalb weil es diese Geschichte noch nicht gab als ich es machte, und weil ich im Augenblick in SL kein Geld ausgeben möchte um ein Kostüm einer bezaubernden Jeannie zu kaufen. Ich baue daher auf die Toleranz meiner Leser, es mit dem Bild nicht allzu genau zu nehmen 🙂

 

 

Eifersucht und Hochkultur….

Eifersucht ist etwas, das ich zwar kenne aber nicht sehr häufig erlebe. Oft habe ich mich gefragt, wieso die meisten Menschen viel mehr und öfter eifersüchtige Anwandlungen haben als ich, und wieso eine stark eifersüchtige Person niemals für mich als Partner/in in Frage käme.
In der Tat wäre das Wissen, dass jemand sehr viel Eifersucht empfindet ein Grund mich davon abzuhalten eine Beziehung zu beginnen.

Ich bin fähig zu teilen. Ich könnte polyamor leben. Und zwar egal ob ich meine/n Partner/in nun mit einem gleich- oder gegengeschlechtlichen Menschen teilen würde. Das jedoch stösst bei sehr vielen Zeitgenossen auf Befremden.

Mir werden dann Sätze wie „…dann liebst du auch nicht wirklich….“ präsentiert. Und ich komme ein übers andere Mal zu der Einsicht, dass Paarliebe, so wie unsere Gesellschaft sie lebt und sieht, ein ziemlich sonderbares Konstrukt ist, welches voraussetzt das man den Partner / die Partnerin BESITZT.
Oder aber das ein Mensch einem anderen Menschen ALLES sein kann.

Dabei wird völlig vergessen, dass die Welt aus Individuen besteht. Wenn ich A liebe, bedeutet das doch nicht das ich nicht auch B genau so innig lieben kann………denn B ist ja ein völlig anderer Mensch mit einem völlig anderen Wesen und Charakter. A beeindruckt mich vielleicht durch Pragmatismus, gute Erdung und logisches Denken, B hingegen durch die unglaublich romantische Ader, die Traumtänzerei und das „Schweben“.

Ich kann hier nicht alle meine Gedanken zum Thema Eifersucht niederlegen, das würde den Blogpost sprengen. Es ist ein sehr vielschichtiges Thema…..so wie das Thema Liebe ja auch eines ist welches nicht nur Bücher sondern ganze Bibliotheken füllt.
Das die Eifersucht aus Ängsten resultiert und entsteht, dürfte jedem klar sein. Verlustangst, Angst „nicht gut genug“ zu sein, den anderen gar nicht „verdient“ zu haben, Angst zu versagen und so weiter.

Aber es gibt Völker, Ethnien, bei denen sie fast unbekannt ist. Also hat das Thema auch einen anthropologischen Aspekt. Da ich das spannend finde, habe ich ein wenig recherchiert, und bin auf etwas gestoßen, woraus ich Euch einen kleinen Teil zitieren möchte!
Einfach deshalb, weil es für mich so schlüssig klingt, und weil ich es selbst nicht besser auf den Punkt bringen könnte! Here we go:

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„Sogenannte ‚primitive‘ Völker, in denen die jungen Mütter engen Leibkontakt mit ihren Säuglingen halten, bestätigen die vermuteten psychischen Auswirkungen frühkindlicher Frustration. Die sexuell toleranten und von Eifersucht weitgehend freien Dogon in Afrika haben das unausgesprochene Prinzip, die Säuglinge zu stillen, so lange und so oft diese Lust haben. Der Zusammenhang ist von unseren tiefenpsychologisch zumeist nicht geschulten Völkerkundlern noch kaum beachtet worden. Das vorliegende Material reicht aber aus, nachdenklich zu stimmen.

Es gibt von Eifersucht freie Gemeinschaften.

Die Völkerkundlerin Margaret Mead berichtet von einer Samoanerin, die auf eine vorüberkommende Frau ihres Stammes gezeigt habe: „Das ist meine megan.“ Das heißt auf deutsch etwa: meine Mitfrau. So stolz habe sie es gesagt, wie wenn bei uns zulande ein Mädchen uns darauf aufmerksam mache, dass seine „beste Freundin“ komme. 

Solche völkerkundlichen Beispiele – das Anbieten der eigenen Ehefrau an den Gast bei den Eskimos wie andernorts, Vielmännerei bei den Nayar in Indien, wären weitere – zeigen anschaulich, dass das Verhältnis der Geschlechter zueinander nicht so sein muss, weil es sich bei uns eingespielt hat, nach Phasen relativer Freizügigkeit im Mittelalter.

Beispiele aus „Primitivkulturen“, in denen Menschen ohne Eifersucht zusammenleben, stoßen bei uns auf das Bedenken, dass dergleichen auf eine hochstehende Industriegesellschaft nie und nimmer zu übertragen sei. Dazu ist einmal zu sagen, dass es „die Primitiven“ als einheitliches Kulturphänomen gar nicht gibt. Es besteht kein zwingender Zusammenhang von Triebverzicht und kultureller Höherentwicklung. Dabei bedarf der Begriff der „Kulturhöhe“ einer Erläuterung.

Hochkultur

Soll „Hochkultur“ nur bedeuten, dass es sich im konkreten Falle um eine Kultur handelt, in der die Menschen zur Verständigung und zur Unterstützung des Gedächtnisses eine Schrift entwickelt haben? Oder soll Hochkultur in jedem Fall eine technisch entwickelte Kultur sein? 

Unsere Industrie-Kultur ist zweifellos hoch: sie ist

  • hochtechnisiert, 
  • hochkompliziert, aber auch
  • hochneurotisiert. 

Hieran schließt sich die Frage, wie hoch, ethisch bewertet, unsere Kultur zu veranschlagen ist.

Die bislang periodisch wiederkehrenden Kriege, die Hexen- und Ketzerverbrennungen des Mittelalters, die Konzentrationslager der Gegenwart und die sich abzeichnende Umweltzerstörung sind integrale Bestandteile unserer Kultur. Sie sind ihr so innig einverwoben wie die Innigkeit und die sittliche Betulichkeit, der sie die Waage halten.

Die meisten sogenannten primitiven Völker haben sich von der technischen Überlegenheit der Europäer blenden lassen – und ihre Sendboten oder Missionare zunächst gar als Götter empfangen.

Wenig von den Weißen beeindruckt waren die Eskimos. 
Nansen erzählt, sie hätten die Europäer für „eine Art höhere Tiere“ gehalten, weil die weißen Matrosen sich zankten und prügelten. Nansen selbst bewunderte die Wahrheitsliebe der Grönländer.

Vertreter einer technischen Hochkultur und Angehörige einer ethischen Hochkultur waren sich begegnet.

Ortega y Gasset hat die abendländische Kultur des 20. Jahrhunderts als die Kultur des Massenmenschen beschrieben und diesen als einen „zivilisierten Wilden“ scharf gekennzeichnet.

Zum Wesen des Massenmenschen gehört indessen, das er auswechselbar ist und sich als jederzeit ersetzbar empfindet. Das gilt für die berufliche Stellung wie für die private Rolle. Eifersucht, wie immer sie aus dem Triebschicksal des Einzelnen sich herleitet, ist die fast bewusst gewordene Angst, von einem anderen verdrängt und ersetzt zu werden.

Blicken wir aufs Ganze unserer hochkomplizierten Massengesellschaft, so erscheint unsere Kultur schon von ihren sozialen, juristischen und verwaltungstechnischen Organisationen her als hochentwickelt.

Und doch ist die Planung, Steuerung und Weiterentwicklung dieses hochentwickelten Systems nur eine Sache weniger Experten in Politik, Justiz, Verwaltung, Wirtschaft und Technik. 

Der sogenannte Mann auf der Straße überblickt das nicht; ahnt kaum, was er über seinen Kopf hinweg geplant wird.

Unsere Hochkultur ist – allem Vertrauen in die Lebensform der Demokratie zum Trotz – die Kultur einer Elite. Die schöpferischen Kräfte des durchschnittlichen Bürgers liegen brach. Während die „primitive“ Eskimofrau noch alle Kleidung ihrer Familie – vom Schuhwerk bis zu den Pelzmützen – selber herstellte und kunstvoll verzierte, kauft der „Normalmensch“ unserer „Hochkultur“ nahezu alles von der Stange.

Der Einwand, Primitivkulturen könnten uns Bürger einer Hochkultur über gar nichts belehren, ist mit Vorsicht zu nehmen, wenn man nicht weiß, was eine „Hochkultur“ sein soll. Weitgehend eifersuchtfreie und aggressionsfreie Kulturen mit geringem technischem Status zeigen nicht mehr und nicht weniger als eine anthropologische Möglichkeit auf.

Sie zeigen, was bei Menschen überhaupt durch eine nichtfrustrierende Erziehung sich ausbilden kann, ein hautnahes, friedliches Miteinadersein, das niemanden böse ausspielt oder mit Hass verfolgen lässt.

Wenn der technische Stand einer Kultur und ihre gelebte Moral nicht in enger Verzahnung sich wandeln, dann ist nicht einzusehen, weshalb eine technische Hochkultur, um sich zu erhalten und fortzuentwickeln, auf sexuelle Engherzigkeit angewiesen sein soll. 
Es kommt auch niemand auf den Gedanken zu fordern, unsere Techniker und Ingenieure hätten besonders sittsam zu leben.

Wir brauchen nicht das elektrische Licht abzuschaffen, um einander duldsamer zu begegnen.“

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Quelle: „Eifersucht – Ein Lesebuch für Erwachsene“, Heinz Körner.

Second Life, Sansar, und die „Ermüdung“.

Guten Morgen, Welt!

Als ich mich im vorangegangenen Blogpost darüber ausließ, dass ich nun TESO infiziert sei, erwähnte ich kurz Second Life und eine gewisse Müdigkeit diesbezüglich.
Und das die Hintergründe dazu vermutlich ein eigenes Posting wert seien.

Heute nun fand ich einen Beitrag in Maddy’s Blog, unter dem ich ziemlich ausufernd kommentiert habe, und diesen Kommentar möchte ich als Beispiel und einen der Gründe langsam aber sicher SL müde zu werden, hier einmal hin kopieren.

In Maddy’s Beitrag ging es darum das viele Leute enttäuscht von Sansar seien, dass aber Draxtor Depres recht angetan von dem neuen Projekt aus Linden Labs‘ Schmiede ist. In den Kommentaren erwähnt dann ein anonymer User das seines Erachtens das Nachlassen von Second Life mit der Einführung der Meshes zusammen hinge…darauf bezog sich dann meine Antwort:

„Ich denke, „die Wahrheit“ über Sansar gibt es nicht.
Es gibt nämlich immer so viele Wahrheiten, wie es Individuen gibt. Jeder hat andere Erwartungen und Skills, jeder sieht es etwas anders.

Es ist richtig, dass LL von Anfang an betont hat, dass Sansar kein „zweites SL“ sein wird. Aber selbst wenn man neutral neugierig hineingeht und die „SL Erwartung“ nicht hat – ich denke ob man es gut findet oder nicht hängt maßgeblich damit zusammen wie man sich darin fühlt.
Wenn Draxtor es sehr positiv sieht, dann vermutlich weil er für sich etwas darin entdeckt hat das ihm und seinen Zielen / Ambitionen dient und seine Kreativität weckt. 
Wer erwartungslos rein geht und bereit ist etwas ganz Neues zu entdecken, der mag angetan sein oder auch nicht, je nachdem ob er eine innere Verbindung dazu herstellen kann oder nicht. 
Schon alleine der Umstand dass es offenbar ohne VR Brille recht umständlich zu bedienen ist, ist schade – da es die Leute ohne großen Geldbeutel und potenten Rechner einfach benachteiligt.
Wenn ich Sansar nach allem was ich weiss als eine Art „3D Homepage“ betrachten möchte, die jemand sich erstellen kann um sich und sein Projekt vorzustellen, dann ist es vermutlich wirklich eine super Sache. 
Aber eben doch sehr zweckgebunden. Wer dafür keinen Zweck entdecken kann, wird es nicht brauchen können und halt eben doch ein wenig enttäuscht sein.

Was SL angeht………….. möchte ich einen Gedanken von Anonym aufgreifen:
Ich sehe es in der Tat auch so, dass die Erfindung von Meshes in puncto Avatar Bodies wirklich ein Segen war was die Optik angeht. 
Da es aber verschiedene Hersteller gibt, die alle ihre eigene Benutzungsweise erfunden haben (damit meine ich, jeder HUD ist anders konzipiert, jeder Body/Kopf kann andere Sachen, hat andere Features und verhält sich unterschiedlich), wird es allmählich tatsächlich ziemlich unübersichtlich, umständlich und kompliziert. 
Und wie im richtigen Leben, beginnt die Technik sich immer schneller zu entwickeln.

Hud Wahnsinn

Der ganz normale HUD – Wahnsinn, wenn man einen Slink Body und einen Catwa Kopf trägt. Der Slink Body Hud hat vier Seiten, die Slink Bento Hand Bedienung gottlob nur eine. Ebenso der Mimik Hud für den Catwa Kopf, der Master Hud von Catwa hat allerdings gleich fünf Seiten zu bieten. Sicher, man minimiert sie, sonst sähe man ja nix mehr. Und wenn man sich nicht umziehen will kann man zumindest auf den Slink Body Hud verzichten, den Kopf Master braucht es auch nicht zwingend. Dennoch muss man sie dann für Veränderungen wieder anlegen. Und das beginnt langsam zu zehren!

Kaum hat man ein bestimmtes Prinzip verstanden und umgesetzt kommt schon die nächste Erfindung, man kann kaum noch Luft holen.
Früher war „umziehen“ eine Sache von ein paar Sekunden (sofern man gespeicherte outfits hatte), nämlich genau so lange bis der Rechner die neuen Klamotten/Haare/sonstigen attachements geladen hatte. 
Heute zieht man sich um und stellt fest „oh bei der Mütze muss ich noch in den Kopf hud gehen und die Ohren verbergen“ und „auch in den Body hud muss ich schnell, die Alpha Einstellungen von der langen Hose gehen natürlich nicht bei der kurzen“ etc . pp.
Ich bin bei Gott ein wirklich eingefleischter SL Fan.
Aber ich gestehe offen: Selbst wenn man die ganzen Neuerungen positiv begrüßt, damit klar kommt, ihr Handling erlernt hat – es fängt an müde zu machen!
Mich zumindest. Insofern kann ich gut nachvollziehen, dass es auch User gibt, die sich gewünscht hätten das Sansar wenigstens ein ganz klein wenig SL – ähnlich wäre….aber eben auf dem technisch neuesten Stand und ohne die ganzen durch viele Innovationen entstehenden Umständlichkeiten.
Das waren jetzt aber nur my two cents……… wie gesagt, eine ultimative Wahrheit gibt es nie.
Mimimi liegt mir fern. 
Dennoch bin ich mir ziemlch sicher, dass ich keine Verwendung für Sansar haben werde.“

Infiziert!

Jaaaaaa ich bin infiziert. Womit?

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Mit dem „Elder Scrolls online – Virus“!
Zasta hat mich angesteckt, dank ihm habe ich jetzt TESO auf meinem Rechner und ich muss sagen…….ich habe jahrelang keine MMORPGS gezockt weil mich keins mehr überzeugte. AAAABER………
(……..Die unglaubliche Freiheit die ein Avatar in Second Life hat – wobei ich immer noch Wert darauf lege, dass SL in meinen Augen kein Spiel ist, sondern eine drei D Community – , hat man halt nirgends sonst.)
AAAABER……….. jetzt weiss ich, warum Zasta drauf abfährt. 😉

StichwortAugentier. Wenn man ein Augentier ist, so wie ich, dann haut einen die Grafik tatsächlich um. Es ist nicht umsonst eines der erfolgreichsten Games! Aber eins nach dem anderen.
An der Grafik faszinieren mich besonders die Lichteffekte, besonders die (siehe oben) bezaubernden Godrays bei Sonnenauf- und Untergang. Auch die Magie Effekte sind wunderschön anzuschauen. Und die Musik wird nie „lästig“, was mir bei vielen anderen Games schnell so geht.
(Ich habe alle Screenshots dieses Beitrags absolut unbearbeitet gelassen. Sie sind so wie man sie im Spiel auf Grafikeinstellung „hoch“ sieht, also nichtmal ultra oder so.)

Die Bedienung ist für mich nicht ideal aber besser als sie es in den meisten anderen Spielen für mich ist. Ich mag es, wenn man die Kamera so stellen kann, dass sie einen aus der Third Party Perspektive zeigt, nicht aus der Ego Perspektive.
Bei TESO kann man sich das aussuchen. Allerdings gibt es für mich einen Haken: Man kann beim Kämpfen und Laufen das Gesichtsfeld nur mit der Maus steuern. Was bedeutet, dass man zweihändig spielen muss. Und einen ähnlichen Effekt hat wie bei SL wenn man im sogenannten „mouselook“ spielt. In SL komme ich damit überhaupt gar nicht klar. In TESO geht es sonderbarerweise.
Ideal wäre für mich, wenn man beim Kämpfen die Kamera irgendwo über dem Spielfeld fixieren könnte und den Gegner durch Anklicken anreifen. (So wie es beispielsweise bei Sacred war, das ich sehr lange zockte. Damals. In den Ardennen…… 😀 )

Vor drei Tagen habe ich also meinen ersten Charakter erstellt, einen Bretonen, Nachtklinge. Hier isser…….tataaaa

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Mit Nori Don habe ich das Tutorial durchlaufen, wobei man eigentlich nicht ernsthaft von einem Tutorial sprechen kann. TESO wirft einen da ziemlich ins kalte Wasser. Aber irgendwie ist learning by doing ja auch ne feine Methode. Inzwischen habe ich ihn auf Stufe elf gelevelt.

Heute dann war mir danach einen zweiten Char zu erstellen, bei dem ich die Anfängerfehler die ich mit Nori machte vermeiden konnte.

Es wurde ein Rothwardon, Templer, namens Idriss Djibril.

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Den habe ich heute mal bis vier gelevelt, und mit Sicherheit werde ich mir in den nächsten Tagen auch noch einen weiblichen Charakter erstellen. Vielleicht eine Khajiit, aber das weiss ich noch nicht genau.

TESO ist umfangreich und komplex. Genau deshalb gibt es ne Menge zu lernen. Und wie es Noobs nunmal so geht, die ersten zwei Tage war ich nur am „hääää?“en. Zasta hat mir aber ’ne Menge Tips und Kniffe verraten, mich auch mit Dingen gepampert, und so habe ich inzwischen bereits nur noch ein „halbes Noobfeeling“ wenn ich ingame bin.

Da das Game so beliebt ist, gibt es auch eine Menge Infomaterial über Onkel Google zu finden, bisher gab es keine Frage auf die es im Internet für mich keine Antwort gegeben hätte.

Was finde ich am genialsten bei dem Spiel?
Nun es ist die unglaubliche Freiheit die man geniesst. Klar, nicht so groß wie in Second Life, das ja ein völlig anderes Konzept hat. Aber gross genug…..man MUSS nicht Gilden beitreten oder sich Freunde suchen, nein, man kann ganz nach Gusto alleine, zu zweit oder in großen Gruppen spielen.
Wenn man an einen Gegner gerät der zu stark für einen ist, sich lange genug die Zähne an ihm ausgebissen hat, ein paarmal gestorben ist und irgendwann einsieht das man den noch nicht wuppt, dann lässt man es halt eben und verschiebt diese Sorte Gegner auf „mach ich wenn ich fünf Stufen höher bin“.

Questgeber verschwinden nicht einfach wenn eine Quest zu lange unbearbeitet blieb. Und wenn man keinen Bock zum Questen hat, dann lässt man es, bewundert einfach die Aussicht oder plündert Fässer, Kisten, Truhen und die Natur nach Brauchbaren Gegenständen oder  Zutaten.
Man gibt also schlicht sein eigenes Tempo vor, das je nach Laune schnell oder auch mal sehr lazy sein kann. TESO zwingt den Spieler zu gar nix. Und insofern hat man beim Spielen auch keinen Druck, was ich in vielen anderen PC Games in die ich hinein geschnuppert hatte durchaus so empfand. Und Zugzwang ist ein Aus für ein Spiel bei mir.

Ich gestehe, SL hat mich in den letzten zwei Wochen ein wenig gelangweilt. Mag sein, dass das normal ist wenn man mal fast sieben Jahre lang in einer virtuellen Welt steckt. Dazu hätte ich viel anzumerken, aber das würde locker einen eigenen Blogpost füllen.

Man muss also nicht questen. Zumindest nicht jedes Mal wenn man einloggt. Man sollte aber hin und ab eine annehmen, denn erstens will man ja Spielgeld sammeln, zweitens gibt es für einige Quests wirklich tolle Sachen und drittens läuft es sich vermutlich irgendwann tot wenn man nicht wenigstens der Hauptquest folgt. Wie gesagt, das Tempo in dem man das tut ist irrelevant.

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Was mir auch gut gefällt, ist das Verhalten der NPCs.
Erstens sind sie nicht so starr wie in vielen anderen Games, sie laufen herum, setzen sich auch mal hin. Es gibt NPCs die wirklich nur der Zierde dienen, was das Spiel recht immersiv macht. Andere sind nicht als Questgeber gekennzeichnet, allerdings kann man sich mit ihnen unterhalten und wupps Überraschung, dabei kann eine Quest entstehen. Einige sind einfach nur zum Unterhalten gut, aber dabei erfährt man mit Sicherheit etwas Sinnvolles fürs Spiel.  Und einige führen Selbstgespräche wenn man in Hörweite an ihnen vorbei geht – bei denen ist es häufig so dass sie auch eine kleine Nebenquest vorzuschlagen haben.

Ich könnte nun stundenlang weiterschwärmen, aber mein Nudelauflauf duftet so fein, dass ich jetzt lieber an den Eßtisch laufe 🙂

Statt weiter Loblieder zu singen, poste ich Euch schlicht meine ersten Screenshots noch zum Abschied für heute.

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„Flickr – Schriftstellerei“

Ja ja.
Ich komme schwer auf den Punkt.
Und wenn ich erst mal schreibe wird meist ein viel zu langes Etwas draus. 🙂

Neuerdings habe ich entdeckt dass, wenn ich einfach zu meinen Bildern etwas schreibe, eine Art „Kurzgeschichten im Bild“ enstehen. Oder sonderbare Gedichte. Sogar mit Reimen. Auf Englisch. Klar, die meisten meiner Flickr Follower sprechen Englisch.
Ich gebe zu: Ich bin verblüfft über mich selbst.

Beispiel:

in the middle of nowhere 5

„A shirt?“, she asked …staring at me in an amazed way. „Why the heck should I wear a shirt? Listen: I look like a boy. I feel like a boy. I behave like a boy. So –  I suspect I must be a boy. A shirt? What for? To hide the breasts I don’t really have?“
„How about hiding your nipples?“ I gave back.
„Gosh, Dude! Have YOU ever spent a thought on hiding yours?“ she barked.

The next day I met her in a thrift shop......

The very next day I stumbled upon her in a thrift shop.
„Oh, you obviously thought it over. Looking for a shirt?“ I asked with some inner satisfaction.
She stared at me with eyes which seemed to say ‚you must be insane‘, and murmured „Not really. The sun burns so hot, I need a new hat!“

Mehr ist da nicht. Und dennoch ist es irgendwie aussagekräftig wenn man es mit den Bildern mixt. Lässt jedoch genügend Spielraum für den Betrachter/Leser, den Faden für sich selbst weiter zu spinnen.
Ehm……. glaub‘ ich zumindest.

 

out in the park

Irgendwo in dem Ganzen lauern mit Sicherheit orthographische oder grammatikalische Fehler. Macht nix. So lange man es lesen und verstehen kann, ist das wurst. Rechtschreibung darf auch Linkschreibung sein wenn es um so queere genderbending Themen geht 🙂

Ich schenke Euch….

Vor einer Viertelstunde ging hier ein heftiges Gewitter nieder. Und danach gab es einen der schönsten Doppelregenbögen die ich je sehen durfte. So eine Dachwohnung hat eben doch auch Vorteile 🙂

Leider hatte meine Kamera eine Macke, aber von den zwanzig Versuchen sind drei ganz okay, ich schenke Euch also einen Regenbogen zum Wochenende!

Auch wenn ich eigentlich den Grundsatz habe mein RL hier nicht einzubringen, der ist einfach zuuu schön um ihn nicht zu teilen!

19.06.2017 aa

19.06.2017 ba

19.06.2017 da

Möge er Euch Glück bringen! 🙂

MMM – Magus, Meshkopf, Mimik

Es ist soweit. Nachdem Minnie ihren Mesh Schädel bekommen hat, habe ich auch Jamie einen spendiert. Und der Effekt? Er ist über Nacht zehn Jahre gealtert. Goodbye Niedlichkeit, adieu Unschuld – welcome KERL!

Yaaay, we did it!

Tja. So ist das mit dem Wechsel von der Adoleszenz zum Erwachsensein.
Allerdings habe ich jetzt graue Haare. Erstens dauert es eine Weile bis man sich daran gewöhnt, dass ein Avatar (mit dem man sich ja letztendlich auch ein großes Stück weit identifiziert) auf einmal anders aussieht. Zweitens war es bei Jamie sehr viel komplizierter als bei Minnie, denn die Skin von Minnie war mit dem Meshkopf kompatibel. Die von Jamie nicht!

Also losziehen und eine neue Skin suchen. Nicht, dass es einen Mangel an Skins für Mesh Köpfe gäbe – nur erstens mag ich Qualität und zweitens sollte sich Jamie ja noch gleichen. Und das obwohl ja schon alleine die Form des Kopfes ihn natürlich verändert. (Auch hier muss man Finetuning betreiben, denn aus der Packung kommt der Kopf völlig anders!).

Für mich war eines von Jamie’s Markenzeichen immer das Kinngrübchen.
Da zur Zeit in SL aber der Hipster Boom tobt, tragen fast alle Jungs die „up to date“ sein möchten einen Hipsterbart. Was jucken da schon Grübchen? Die gehen unter dem Gestrüpp doch eh unter. (Nicht das nun jemand denkt ich hätte was gegen Bärte. Hab ich gar nicht. Nur war ich noch nie im ganzen Leben, weder RL noch SL, ein „dedicated follower of fashion“! Was meine Vorlieben und meinen Geschmack angeht, habe ich noch nie dazu tendiert der Masse hinterher zu laufen. Im Gegenteil. Ich finde es sehr bedenklich diesen „Modeherdentrieb“ zu beobachten und frage mich dann immer wie wenig Selbstbewusstsein jemand haben muss um jedem dämlichen Trend nachzulaufen.)
Wo waren wir? Ach ja – Kinngrübchen!

Es gab nur eine einzige Skin mit Kinngrübchen. Nachdem ich ein wenig mit der Demo herumgespielt (und gefühlte tausend andere Demos ausprobiert) hatte, entschied ich mich also für „Norman“ von „Nivaro“.

Damit denjenigen unter Euch, die kein SL Insider sind, klar wird wie sehr das Aussehen zu gleichen Teilen von beiden, der Skin UND der Shape abhängt, zeige ich Euch mal das Verkaufsbild von „Norman“. Es ist also die selbe Haut, nur ein anders geformter Kopf……

NormanAd

und zum Vergleich nochmal ein Jamie closeup

jamie closeup

Tja. Nun gut, die Skin war gefunden. Doch oh Schreck……..wenn man normalerweise eine Skin mitsamt Body appliern für 1200 Linden Dollars bekommt, ……….nicht bei Nivaro! neee der Wucherskinladen verkauft den Kopf applier für 1200 und den Body applier dann nochmal für 1200! Also Catwa Daniel Kopf 5000 Linden, zweimal Applier 2400, macht insgesamt 7400 Lindendollars. Das sind nach heutigem Kurs knapp 30 US Dollar! Hmpf!

Okay, also heim damit und anziehen, um-modeln, rumdoktern. Ohhhh stimmt ja, die Hairbase von den Haaren (für Nicht Eingeweihte, das ist die stelle wo auf die Haut ein paar Haare aufgemalt sind am Haaransatz. Ohne Hairbase sieht manche Frisur aus als hätte man einen Plastikhelm auf die Haut gepackt.) ist ja auch ohne Applier! Ab in den Haarladen. Heurekaaaaaa die Hairbase Applier für deren Frisuren gibt es einfach für umme. Das nenn ich Service!

Und dann der Schreck. Ich hatte angenommen, wenn die Kopfskin so schön sei, müsse es wohl auch die dazugehörige Körperskin sein. Hm. Ja okay, schlecht ist anders aber…..neeeeee! Es gibt einige Stellen da ist sie auf eine Weise gemalt die mir gegen den Strich geht. Die Rippen gefallen mir nicht, der Hintern war bei der alten Skin schöner und das Wichtigste: Die Achseln/Schultern! Die sind auf eine Weise gemalt das je nachdem wie die Animation/Pose des Avatars ist, sich optisch „Falten“ ergeben wo gar keine sein dürften.
Aber das zu ändern ist es nun zu spät. Um zu verdeutlichen was ich meine, hier einfach ein Bild das mehr als tausend Worte sagt:

So lange Jamie einfach irgendwo gerade steht ist alles fein. So wie hier. Fein.

jamie schultern

Aber wehe er verrenkt die Arme wegen seiner Pose etwas…….so wie auf dem ersten Bild dieses Blogposts, dann entstehen Falten die ich zuvor an Jamie noch nie sah…..weil sich die Details wie Adern und Glanzlichter mit der Bewegung total verziehen. Manchmal ist weniger einfach mehr. Auch wenn Details ne feine Sache sind……….an sich!

jamie achseln

Nun gut. Zu spät um zu weinen. 🙂
Schön ist, und das entschädigt mich, dass unser Magus nun auch über Mimik verfügt. Dank dem Bento Kopf. Und da kann er den Charmeur so richtig rauslassen. Ich verabschiede mich für heute mit ein paar Mimik-Pics. Ha was fürn geiles Wort! Mimikpik…….Mi mic pic……

och neeee

och neeeee!

echt jetzt

echt jetzt???

Fang den Kuss

Kiss, Shugaaahhh

ja, du mich auch

ja nee is klar, Du mich auch!

Das Schweigen im Walde…..

……oder warum hier selten was steht.

Leute, es ist faszinierend. Dieses „ich versteh mich selber nicht – Dings“.
Es ist ja nicht so, dass es nix zu bloggen gäbe. Vor allem seit ich dazu übergegangen bin auch „nichtvirtuelle“ Themen welche mir gerade im Kopf herumgeistern, hier anzusprechen. Es gibt so vieles über das ich philosophieren könnte. Sowohl aus SL als auch aus meinem RL Kopf.

  • Polyamorie, und warum sie so oft missverstanden wird……warum die Gesellschaft noch nicht reif dafür ist und welche Vorurteile so kursieren.
  • Bahnbrechendes in SL: Ich habe Minnie einen Meshkopf gekauft. (Und somit auch der anderen „Fotomodelle“ in Minnie’s Inventar. Teuer. Geil. Und gewöhnungsbedürftig.
  • Politisches……..das Trumpeltier fängt wirklich an mich in Angst zu versetzen. Man könnte ein ganzes Blog füllen mit dem was momentan auf der Welt vor sich geht…….
  • Der Tatort von gestern Abend / meine Gedanken zum Thema „wie begegnen wir dem Thema Pädophilie?“, wie schützen wir unsere Kinder und wie schaffen wir es, pädophil empfindene Menschen nicht einer Hexenjagd zu unterziehen sondern ihnen zu helfen ihre Triebe unter Kontrolle zu halten? (mir persönlich gefällt ja diese „ich will kein Täter werden“ Kampagne recht gut.)
  • Die Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation und wie man zum Übersetzer „männisch-frauisch“ wird……
  • ………..und tausend andere Themen.

Aber aus irgend einem mir selbst unverständlichen Grunde bekomme ich meinen Allerwertesten nicht hoch. Ich öffne mein Blog, klicke auf „Schreiben“, beginne zwei, drei Sätze und dann verlässt mich die Energie. Warum um alles in der Welt?

Alchemy's Apprentice

Minnie mit mienenspielfähigem Meshkopf

Okay, manche der Themen sind in der Tat so heikel das sie polarisieren, und ich mit heftigem Gegenwind rechnen müsste. Aber auch davon lebt ja ein Blog bzw. eine Diskussion. Und ich habe mich eigentlich noch nie vor Gegenwind gefürchtet. Das kann es also nicht sein.
Manche Themen sind so umfangreich, (und ich bin bekanntlich kein Meister im „auf den Punkt kommen“), dass ich mich vermutlich in ihnen verheddern und verzetteln würde und mir die Aussicht auf  ‚das wäre ein viel zu langer Text fürn Blog‘ gleich den Wind aus den Segeln nimmt.

Vielleicht hat es auch damit zu tun das die Themen meines RL, welche mich zur Zeit sehr auf Trab halten, schlicht dafür sorgen das ich die Konzentration für das Blog nicht aufbringe. Ich weiss es nicht.
Ich weiss nur, dass ich es bedauere nicht schreiben zu können, eine sonderliche Blockade zu haben, und somit vermutlich auch Leser zu verlieren. Nix ist langweiliger als ein Blog auf dem nix passiert. Eatsbluecrayon hat das kürzlich so nett umschrieben, in dem er sagte seine Postingfrequenz nähere sich langsam dem Tempo der Kontinentaldrift an. 🙂

Es gibt Momente da ist der Kopf zu leer um zu schreiben. Jeder kennt sie.
Doch bei mir ist es momentan eher so, dass er zu voll ist um zu schreiben. Hm. Könnte bitte irgendjemand der sich mit Cyborg Technik auskennt, externe Festplatten für mein Hirn erfinden, auf denen ich das ein oder andere auslagern darf?

Sorry seems to be the hardest word..........

…ein Meshkopf kann so müde gucken wie ich mich fühle….